Tagebuchbloggen: Wie war unser Start in’s Homeschooling?

Tag 2 in Sachen Distanzunterricht mit drei Kindern.

Wir finden wieder in das, was sich wohl angemessener Tages-Rhythmus und Struktur nennt, zurück.
Und wenngleich ich schlagartig gefühlt um weitere zehn Jahre alterte (da sind’se wieder die Augenringe) und während ich diese Zeilen hier tippe bereits die fünfte Tasse Kaffee des Tages schlürfe, so begrüße ich jenen „Alltag“.

Zurück im „Alltag“

Es war klar, dass wir nicht ewig weiter in den Tag hineinleben konnten – und Eltern sowohl als auch Kinder bis spät Nachts wach bleiben. Irgendwann war es an der Zeit, wieder Regelmäßigkeiten und einen verlässlichen Tagesablauf einzuführen.

Nun, der auslösende Schubser kam gestern.

Mein Wecker klingelt nun wieder um kurz nach sieben, was immerhin über eine Stunde später ist, als zu früheren, „normalen“ Schulzeiten.

 

Dennoch habe ich es lieber, ich bin bereits angezogen und geschminkt, starten die Kinder mit ihrem Unterricht.

Denn ab da hüpfe ich gefühlt zwischen drei Schreibtischen hin und her und komme gar nicht mehr zum fertig machen.

Warum ich mich überhaupt anziehe und schminke, die Haare frisiere und wenigstens in die Jeans schlupfe?
Weil ich mich so einfach wohler fühle. Ganz einfach.

Ich möchte spontan entscheiden, wann ich spazieren oder einkaufen gehe – und mich nicht dann erst noch fertig machen müssen.
Auch in Zeiten des harten Lockdown.

Der Homeschooling-Start verlief entspannt

Gestern startete unser erster Tag „Homeschooling“ sehr entspannt. Zu entspannt.

Ich ahnte bereits, dass es nicht dabei bleiben würde.

Die Kleinste freute sich auf ihre Arbeitsblätter, denn hier läuft noch alles ganz old school per Zettel- und Arbeitsmappen-Austausch – nunmehr einmal wöchentlich.

Das finde ich für einen Grundschüler in der ersten Klasse nicht allzu schlimm, zumal die Wochenaufgaben hübsch sortiert und aufgelistet sind – und wir somit jeden Tag ein sehr ähnliches Pensum abarbeiten.

Das bietet gerade den Kleinsten Verlässlichkeit und die Tochter weiß somit morgens schon, was sie in ungefähr erwartet.

Auch war mir klar, dass ich am Tisch mit der Pferde-Schreibauflage die meiste Zeit verbringen werde! 😉

Während das gestern noch ganz supi mit den ersten Wochen-Arbeitsblättern klappte und wir lediglich beim Rechnen die Schleich-Gummi-Pferde zur Hilfe herbei holen mussten, war das Drama heute bereits nach dem Aufstehen vorprogrammiert.

Kurzum:

Das Kind war müde und die erste Euphorie in Sachen Distanzunterricht im pinken Mädchen-Zimmer verflogen.

Homeschooling = Keine Medien-Zeit vor Mittag

Als ich dem Kind zu allem Überfluss nochmals verdeutlichte, dass Tablet und Fernseher in Zeiten von Lockdown und Homeschooling analog der Regel vom Frühjahr erst ab12 Uhr Mittags erlaubt sind, war’s um die Laune des temperamentvollen Kindes geschehen.

Der zum Opfer fiel letzten Endes eine Schreibtisch-Schraube!
Jaaa, auch Siebenjährige können ordentlich auf den Tisch hauen! 😉

Warum wir das so machen?

Weil wir erkannt haben, dass gerade unser jüngstes Kind sonst einfach die Aufgaben völlig unkonzentriert und „huschi,huschi“ abarbeitet, denn es wartet ja eine so viel bessere Zeitbeschäftigung!

So aber gibt es als Alternative lediglich Spielezeit – die darf sie sich jedoch gönnen und Pausen einlegen, wenn’s mit den Zetteln doch mal zu viel wird.

Bis zwölf Uhr schafft sie die Tagesaufgaben ohnehin.

Wenig Zeit verbrachte ich die letzten zwei Tage im Zimmer des großen Sohnes – lediglich in Sachen Englisch musste ich kurz Hilfestellung geben.

Ab und an höre ich ihn fröhlich lachen und quasseln, dann weiß ich, dass gerade die Videokonferenz zu Ende ist und die Klassenkameraden so noch ein bisschen chatten! 😉

Die mittlere Tochter war schon immer ein Selbstläufer.

Wenig muss ich hier Hilfestellung geben, ein bisschen Mathe hier, eine Frage da – noch kann ich nicht klagen, mehrere Stunden neben den Kindern sitzen zu müssen.

Ob dem so bleibt, werden die nächsten Wochen selbstverständlich zeigen.

Digitalisierung? Mittlerweile hat sich etwas getan!

Super finde ich, dass sich hier einiges in Sachen digitalem Unterricht seit dem Frühjahr getan hat – und die beiden großen Kinder sich nunmehr eigenständig ihre Aufgaben „abholen“ und auch wieder einpflegen.

Erledigtes kann abgehakt werden, Pläne ausgedruckt, Unterlagen eingescannt (lest gerne hierzu auch nochmal meinen Bericht zur Scan-APP Docutain!) und Video-Konferenzen scheinen auch zu klappen!

Und was machen wir Nachmittags?

Nachmittags haben wir „frei“.

Ich kann mich um meine Aufgaben kümmern, liegen gebliebene Dinge vom Vormittag erledigen oder wir gehen spazieren.

Die Zeit an der frischen Luft haben wir – sehr zum Unmut einiger Familien-Mitglieder – wieder eingeführt!
Gestern sogar war es offizieller Teil der Sport-Hausaufgabe gewesen!
Ätsch! 😉

Kommt gut durch die Woche!

Eure 

Alex

P.S. Dieser Beitrag macht mit bei 12 von 12 – Januar 2021 von draußennurkännchen (Werbung durch Verlinkung) 

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