Der Duft feuchter Erde – Unser Wochenende in Bildern 20./21.11

Die Überschrift erinnert an einen romantisch-schnulzigen Groschenroman aus der Wühlkiste beim Discounter?
Mich auch! 😉

Aber sie ist mir nun einmal eingefallen, vorhin bei der Gartenarbeit.

Mitten im Knatsch.

Denn fast ist es doch so, als begleiten uns Knatsch, Schlamm, Dreck und Grau – ebenso wie bedrückende Nachrichten und neue Rekordzahlen- durch diesen gesamten November!

Die Überschrift klingt also höchst philosophisch – ist sie aber nicht!

Dies soll hier kein allzu nachdenkliches und selbst-reflektierendes Wochenende in Bildern werden.

Samstag

Ich habe heute Bock, eine alte Kuchen-Springform zu befüllen!

Jawohl! (Warum und weshalb? Gleich! 😉 )

Denn manchmal lassen mich fixe Einfälle nicht mehr los – und da die Kleinste schon in der Vorwoche darauf drängte, endlich ein bisschen vorweihnachtlich und besinnlich zu werden, gebe ich für heute ein Versprechen.

Wir wollen in den Baumarkt fahren, nach winterfesten Pflänzchen und Weihnachtsdeko Ausschau halten!
Die kleinste Tochter und ich!

Denn die große Schwester verweilt an diesem Nachmittag – geimpft und getestet – auf einem Kindergeburtstag und der Bruder macht eben, was große, vierzehnjährige Brüder so tun.

Und Hey!?

Sind Baumarkt-Besuche nicht noch immer DAS Highlight eines Wochenendes!?

(Na gut, im Grunde rede ich mir hier nur ein furchtbar gewöhnliches, trübes Wochenende schön – doch so sei es drum! 😉 )

Nachdem auch der Wochenend-Einkauf in Kooperation mit dem jüngsten Kind erledigt ist, machen wir uns an’s erste Gestalten und Dekorieren.

Ich hab den Quatsch bei Pinterest, welches ich noch immer nicht so richtig verstehe, gesehen und irgendwie finde ich den Gedanken, anderes Zeug als Mehl-Eier-Gemisch in eine Kuchenform zu stopfen geil und rebellisch!

Will ich ausprobieren, nur um des Ausprobierens willen.

Mehr mag ich aber noch nicht.

Die Kisten mit viel Krusch und Bling-Bling bleiben noch bis Ende der Woche auf dem Dachboden!

Sonntag

Der Sonntag-Morgen ist für mich der schönste und fast auch schon wieder ein klein wenig traurigste Morgen der gesamten Woche!

Isso.

Denn heute darf ich neben dem liebsten Kind in meinem Bett ausschlafen!

Ja, die Achtjährige schläft noch in unserem Bett.

Hin und wieder hätte ich beinahe geschrieben, doch wäre dies eine Lüge, nur um keinerlei Angriffsfläche bieten zu wollen.
Nein, stimmt nicht.

Sie schläft hin und wieder in IHREM Bett.

Doch möchte ich meinem Kind nichts verbieten.
Es wird von alleine ihre Zeit kommen, zu welcher sie uns nicht mehr des Nächtens besucht – oder gar bei uns im Bett einschlafen will.

Beim dritten – und letzten – Kind nehme ich derartige Dinge gelassen.

Schüttelt nun mit dem Kopf oder lasst es sein – ich genieße diesen Morgen in der Woche sehr!

Nichts duftet schöner (auch nicht feuchte Erde 😉 ) als die zarte Haut des Kindes mit den wilden Haaren.

Ich liebe mein Kind – alle Drei – und das darf ich auch ganz schamlos schreiben!

Einen Teufel werde ich tun und mein Kind aus meinem Bett verjagen, wenn doch das sonntägliche Schmusen und Kuscheln so schön und wohltuend für beide ist!

Und dennoch bin ich traurig, weil jedem Sonntag nun einmal dummerweise ein Montag folgt.

Und damit das viel zu frühe Aufstehen, die Dunkelheit, verbunden mit den aktuellen Schul-Pandemie-Alltags-Problemen.

Denn noch nicht wirklich schützen kann ich mein kleinstes Kind!

Und ich hoffe sehr, dass ich kurz vor Weihnachten anderes berichten kann!
Warten wir die nächste Woche ab.

Schnipp-Schnapp Rosen ab!

Die Kinder fiebern dem ersten Schnee entgegen, mir graut ein wenig davor, denn noch hinke ich in Sachen Garten gefühlt um Jahrzehnte hinterher!

Winterfest und fein aufgeräumt?
Ist hier noch so gut wie nichts!

Das soll sich heute ändern!

Ich habe Bock – so unfassbar viel Bock! – auf Schnippeln und Reißen, auf Wühlen, Räumen und Knatschen, dass ich kurzerhand die durch die Witterung zerstörten Marken-Gummistiefel (WARUM gehen DIE kaputt!?) überstreife und wild-entschlossen nach draußen in den Mulch stapfe!

Mir zum Opfer fallen Rosen und Johannisbeer-Sträucher (welche wir zu unserer Schande NIE abgeerntet haben, weils eigentlich gar keiner mag!) und irgendwelches undefinierbares Unkraut-Gedöns.

Selbstverständlich kollidiere ich im Eifer des Gefechts auch mit einer Riesen-Dorne, welche mich oberhalb des Handschuhs am Handgelenk aufspießt und eine kurzzeitig besorgniserregende Reaktion hervorruft.

Und ebenfalls selbstverständlich hört mir am Mittagstisch keiner zu, als ich meine Besorgnis und meinen Unmut über die mittlerweile taube und geschwollene Stelle ausdrücke!

Mit einem beleidigten

Dann leg ich mich halt in die Ecke und sterb. Merkt ja eh‘ keiner von Euch“ (theatralisch kannse)

stochere ich im (zugegebenermaßen gut schmeckenden Essen des Gatten!) herum.

Mittels Pinzette und Desinfektion allerdings ist es dem Gatten wohl gelungen, das Schlimmste zu verhindern.

Ein Wunder, dass er mich nicht einfach nochmals hoffnungsvoll in die Dornen geschickt hat! 😉

Während ich später die Küche aufräume und auf das nass-neblige Grau über den Wiesen schaue, bekomme ich eine Phantasie, die mich leicht besänftigt vor mich hin schmunzeln lässt.

Ich glaub‘ ich will einen Hund – warum es mich nach draußen zieht

Ja, ich glaube ich möchte einen Hund.

Nicht etwas als nettes Accessoires zu den neuen, stylisch-britischen Gummistiefeln, welche ich mir gleich bestellen werde, sondern weil es mich in jüngster Zeit oft nach draußen zieht.

Und zwar bei Wind und Wetter.

Fast sogar liebe ich meine Läufe um den See bei Nieselregen ein kleines bisschen mehr, als den schweißtreibenden Sommerlauf!

Und ich mag es neuerdings irgendwie, fröstelt es mich leicht und wird das Hirn ordentlich durchgepustet.

Es ist egal, wie ich dabei aussehe, wie nass die Haare und wie knatschig, voller feuchter Erde, die Schuhe sind!

Denn draußen, beim Laufen oder Spazieren-gehen fühle ich mich lebendig.

Ich fühle mich klaren Kopfes und zuversichtlich, selbst ging ich Minuten zuvor noch innerlich die meinen, eigenen Wände hoch.

Spazierengehen, Wandern, Laufen – es hat durchaus etwas heilsames.
Etwas Meditatives.

Und wäre da nicht ein treuer Gefährte an meiner Seite eine hübsche Vorstellung?

Jemand, der mich immer wieder daran erinnert, wie gut mir das Draußen-sein tut?

Nun, verwerfen möchte ich den Gedanken nicht wirklich, doch wird es wohl noch eine Menge gedanklicher Spiele, Informationen und Vorbereitungen (oder auch Bearbeitungen anderer Familienmitglieder!) benötigen, bis aus einer fixen Vorstellung beim Spülen ganz eventuell, vielleicht, irgendwann in der Zukunft nass-knatschige Realität wird. 😉

Da ein Hund aber gerade nicht vorhanden ist, würde ich gerne eine Runde mit dem Gatten laufen gehen.

Doch der hat etwas verloren und ist mit Suchen beschäftigt.

Die Suche endet abrupt, denn verloren hat hier niemand etwas – und die Lösung des Rätsels stellt sich als weniger erfreulich dar.
Für sehr wahrscheinlich niemanden…

Kommt gut in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Mehr Familienwochenenden gibt es bei grossekoepfe!

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