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Liebe ist vielseitig, scheißt auf den Valentinstag – und lässt Kinderaugen blitzen…LIEBE IST….

Ich bin kein „guter“ und perfekter Mensch, zumindest fühlt es sich gerade so an.

Ich bin ein Mensch mit Ecken und Kanten, Macken und Ticks.

Und mit mir zu leben ist wahrlich nicht immer leicht.

Dass ich vermutlich sogar unter die Kategorie hochsensibel zähle, scheint auch längst kein Geheimnis mehr.

Ich erzählte es jüngst erst einer lieben Freundin – es steht sogar in der Form handgeschrieben in meinem allerersten Grundschulzeugnis.

Und so sehr wir Menschen uns weiterentwickeln, reifen, Erfahrungen sammeln, an uns arbeiten und mit uns kämpfen – ich fürchte, das tiefe Innere – unser Wesen – bleibt immer gleich!

Ich falle um, regelrecht, habe ich das Gefühl jemand, der mir sehr am Herzen liegt, hat ein Problem mit mir.

Das Gefühl, ein ungelöster – nie ausgesprochener – Konflikt liegt in der Luft und dass ich etwas Falsches getan habe – das ICH der Fehler bin – belastet mich stets sehr.

So etwas lähmt mich in meinem Alltag – es wirft mich aus der Bahn und lässt Tränchen rieseln.
Jedes einzelne Mal aufs Neue, in Bezug auf unterschiedlichste Mitmenschen.

Ich kann Dinge nicht einfach wegstecken und ausblenden!

Wenngleich ich mir manchmal so sehr aus tiefstem Herzen wünschen würde, Gefühlen einfach mal die Spitze nehmen zu können!

Damit es weniger weh tut, damit das Leben an manchen Tagen nicht so furchtbar sticht und Gedanken kreisen lässt.

Kann ich aber nicht.
Das bin ich.

Und mittlerweile wage ich sogar zu behaupten, bin ich alt genug dafür, mir mein ganz eigenes Bild von dem machen zu können, was wir Menschen „Liebe“ nennen.

Gestern war fucking, scheiß-beschissener (entschuldigt meine Ausdrucksweise – zu viel negatives Gefühl ;) ) Valentinstag.

Nun, heute – einen Tag später – komme ich in’s Sinnieren.

Über die Liebe, die so viel mehr ist, als das, was wir uns an jenem verflixten Kitsch-Tag weismachen möchten.

Liebe ist so vielseitig,  ein ganzes Universum könnte nicht ausreichen – und vielleicht ist sie auch genau das:

Nicht irdisch, nicht von dieser Welt.

Etwas, das wir Menschen nie verstehen lernen.

Liebe ist….

…zu bleiben, auch wenn Du fluchen, verzweifeln und aus der Haut fahren könntest!
Oder die Gewohnheit Funken für eine Weile verglühen lässt.
Dann ist Liebe das Vertraute und Bekannte, der alte Freund.
Das Miteinander, welches im Gesamten funktioniert und die Nähe, die sich bei Gelegenheit sofort wieder herstellen lässt.
Liebe ist noch immer „da sein“ und den geliebten Menschen hinter all dem Alltag noch immer entdecken können.

…der Moment zwischen Wecker-klingeln und Aufstehen.
Dann, wenn Du die zarte Haut des Kindes neben Dir streichelst und durch wildgelockte Haare fährst.
Wenn Du im Dunklen nur ahnen kannst, wie rosig Wangen gerade glühen – und Du die Zeit am liebsten anhalten möchtest.
Um zu schnuppern, fühlen und riechen.
Denn nicht immer wird es so bleiben.

…die faltige, betagte Hand Deiner lieben Oma und der blitzende Schalk in den lachenden Augen, die Du so sehr vermisst!
Und Liebe ist auch das Leid, welches Du – aus der Ferne – beobachten durftest.
Es ist der Schmerz und die Reue, nicht da gewesen zu sein und öfter hingehört zu haben und es ist der Verlust, geht ein liebgewonnener Mensch viel zu früh und Textnachrichten verstummen auf immer und ewig.

…der Schmerz, fühlst Du Dich mit all‘ Deinen Empfindungen so allein gelassen und lächerlich.
Als wäre Deine Zuneigung nichts wert und Deine Nähe unerwünscht.
Es ist gleichermaßen jedoch auch eine Fähigkeit, die uns kostbar macht!
Und nichts auf der Welt könnte lebendiger sein – uns am Leben teilhaben lassen – als jenes ehrliche, aufrichtige Gefühl!
Auch dann, wenn wir es nur ganz alleine in uns tragen.

Liebe ist auch…

…der Trotz und der Schmerz, welcher dich achtlos und frei von jedem Selbstwert in jungen Jahren jemanden zu Füßen – dich wegwerfen – lässt.
Wohlwissend, dass die Wunde noch lange brennt.
Doch ist es auch gleichermaßen die kurze Leidenschaft, der eine letzte Augenblick, bevor Wege sich für immer und unwiderruflich trennen.
Weil Welten und namenlose Gesichter dazwischen liegen.

…das Feuer, das manchmal in Dir selbst brennt und die Sehnsucht, das Verlangen in deinen eigenen Augen.
Das Verborgene.
Frei tanzende Gedanken, ungezügelt, leidenschaftlich.

…das Strahlen und Funkeln in den Augen Deines Kindes!
Die verlegenen Gesten, erzählt es von sehr lieb gewonnenen Freunden – zu sehen, wie sehr auch Dein Kind in der Lage ist zu fühlen, „zu lieben“.

…die Angst und Sorge vor dem Schmerz, brechen die Herzen Deines eigenen Nachwuchses.
Und die Machtlosigkeit, denn Du kannst nicht bewahren und für immer schützen.

…nicht nur Sex.
Und manchmal hat das Eine mit dem Anderen nichts zu tun – beides kann unabhängig voneinander existieren.

…manchmal einfach nur gemein und unerbittlich.
Sie lässt uns verletzen, sie schießt scharf, wenngleich wir das gar nicht wollen.
Weil Verzweiflung und ein Gefühl der Ausweglosigkeit Überhand gewinnen und wir die kränken, die uns am meisten am Herzen liegen.

…(selbst-)zerstörend, weil wir glauben, nicht liebenswert zu sein.
An dunklen Tagen, an denen die Seele nur allzu sehr schmerzt.

…verzeihen und einander die Hand reichen!
Bleiben, bei unseren längsten Gefährten, denen, die uns am Besten kennen.
Zusammen am Abend unseres Lebens in der Straßenbahn in Lissabon sitzen (Insider).

…roh, ungeschützt, verletzlich, schmerzhaft und wunderschön!

…für mehrere Menschen gleichzeitig vorhanden, teilbar.

…den Mut zu besitzen, der „Idiot“ zu sein!

…und TROTZDEM niemals ein Grund, sich dafür zu schämen und zu verstecken!!!

Habt Euch lieb und scheißt auf Normen, Regeln, Anstand – und vor allem den Valentinstag! ;)

Eure 

Alex

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