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Manches Ende ist ein neuer Anfang: Vom Sommer meiner Kindheit & Begegnungen im Leben #wib

Meine schönsten Kindheitserinnerungen finden im Sommer statt.

Denke ich an die Sommer in den Achtzigern, so tauchen viele kleine, bunte und schimmernde Mosaik-Stückchen auf, welche im Gesamten ein ganz und gar wunderhübsches und einzigartiges Kunstwerk formen.

Eines, welches ich mir auch mit dreiundvierzig Jahren im Geiste noch immer leise lächelnd betrachte.

Fast schon so, wie die leuchtenden Mosaike in der Kirche von Ravenna, die ich ebenfalls zu jener Zeit nicht selten bestaunen sollte. Aber nur fast – schließlich war ich Kind und Kirchen todsterbens-mega-öde. ;)

Wohl aber erinnere ich mich gerne an die Plätze VOR den Gotteshäusern.
Da, wo Tauben auf alten Pflastersteinen ruhten – und mit Anlauf und Karacho aufgescheucht werden konnten!

Ich denke an blaues Schlumpf-Eis beim Abendspaziergang mit den Eltern und Stunden inmitten der glitzernden Adria irgendwo an der Küste der Emilia-Romagna.

Und auch der Sommer zu Hause hatte seine ganz besonderen Merkmale, welche für mich der Inbegriff eines gelungen, eines echten (!) Sommers waren!

Die Sommer meiner Kindheit

Schließe ich die Augen, sehe ich noch heute die bunten Lampions hinten an der Hütte von Opas Mietshaus, in dem auch wir wohnten.

Ich rieche noch immer das geröstete Brot vom Grill und sehe mich in der Dämmerung beim Fang-Spiel durch den Garten sprinten.

Die Wildkirschen, welche den Fußweg zum Petersberger Freibad säumten, tauchen vor meinem geistigen Auge auf – wie sehr ich stets darauf bedacht war, bloß keine mit der Sohle zu erwischen und damit das gute Schuhwerk zu ruinieren! ;)

Ich erinnere mich an Tage unter Wasser und den giftgrünen Bettbezug mit den Apfelblüten drauf.

Wenn es ganz warum wurde, so durfte ich die Bettdecke heraus nehmen und nur mit Bezug schlafen.
DANN wusste ich, dass tatsächlich Sommer ist!

Noch immer rieche ich den Geruch von Opas altem Gummiboot und fühle den Schlick und Schlamm unter den Füßen beim Baden im kleinen See.

Und ebenfalls zu einem richtigen und echten Sommer gehörte der Grillabend bei meiner liebsten Patentante!

Es war immer etwas Besonderes für mich und den Bruder durch den fremden Garten zu streunen, auf die Heimkehr der Katzen zu warten und heimlich ein bisschen den Erwachsenen-Gesprächen von sehr lieben Menschen zu lauschen.

Doch ich wurde erwachsen und jene Grillabende verloren sich im Laufe der Jahre.

Da kamen drei Kinder dazwischen, ein Umzug und Hausbau – und nicht zuletzt die Krebserkrankung meiner lieben Tante.

Die lieben Menschen und Bekannten, welche stets den Grillabend prägten, begegneten nur noch selten oder zu den üblichen, größeren Anlässen – was ich stets ein wenig bedauerte.
Denn ich mag sie wirklich sehr!
(War schön gestern Abend! :) )

Meine Tante ging im Dezember 2019 mit nur 56 Jahren viel zu früh – und als wir uns unter grauem Himmel inmitten erster Schneeflocken von ihr für immer verabschiedeten, glaubte ich, nunmehr auch Abschied von einigen Bekanntschaften und Weggefährten nehmen zu müssen.

Ein Abschied für immer?

Wie es jedoch oft im Leben so ist, kommt meistens alles anders – und nicht zuletzt hat man einige Dinge ja auch ein klein wenig selbst in der Hand und kann ein wenig steuern! ;)

Meine Tante musste gehen, doch habe ich zu meinem Onkel in diesen Zeiten einen ganz besonderen Draht, welcher in der Form zuvor gar nicht existieren konnte.

Das ist trotz aller Umstände sehr schön!

Und auf einmal saß ich gestern da – und durfte einen Abend mit sehr lieben Menschen verbringen!

Einen Abend, den ich damals glaubte, nicht mehr erleben zu können.

Vielmehr als das, brachte ich meine ganz eigene Familie mit – ich war nicht mehr das Kind, welches durch den Garten tobte.

Wie schön es aber war, die eigene kleinste Tochter dabei zu beobachten!

Wie sie Kröten im Teich bestaunte und den großen, alten Kastanienbaum, unter welchem wohl ich einst schon spielte!

Es war, als hätten keine Jahrzehnte dazwischen gelegen.
Nur war ich nun selbst ein erwachsener Mensch – gestern Abend – der stolz von seiner ganz eigenen Familie erzählen und gleichzeitig über Vergangenes lachen konnte!

Und so nehme ich für mich selbst aus diesem (feucht-fröhlichen *räusper*) Abend mit, dass nie etwas wirklich enden „muss“!
Auch wenn es Anfangs so scheinen mag!

Manche Wege kreuzen sich immer wieder – wenn man es nur zulässt!

Und ist sofort die alte Vertrautheit da, knüpft man genau da an, wo man vor langer Zeit aufgehört hat, dann sind es auch die richtigen Menschen, die uns begleiten und umgeben!

Nun aber endlich zum #wib ;)

Samstag

Nachdem wir einen ganz fantastischen Brücken-Tag am See verbrachten, drängt es uns heute gar nicht wirklich in die Sonne.

Selbst die Kinder scheinen gesättigt und möchten vielmehr chillen – auf mich wartet der liebe Haushalt und irgendwie verbasteln und verwurschteln wir uns so sehr, dass die Zeit an diesem Tag nahezu verfliegt!

 

Sonntag

Ich will früh sein!

Super-mega früh!

Denn es ist meiner Ansicht nach die einzige (!) Chance, ein paar nette Stunden im geliebten Freibad verbringen zu können!

Ich rechne nicht damit, am Nachmittag noch ein nettes Plätzchen auf Wiese und im Gewässer finden zu können – und mag sehr gerne noch ein paar ungestörte Bahnen ziehen, bevor das Schwimmbad in ein einziges, lebendiges Wimmelsuchbild mutiert.

So kommt es, dass ich wie ein Feldmarschall hetze, kommandiere und Anordnungen gebe – mit dem grandiosen Erfolg, dass wir um 11.50 Uhr das Freischwimmbad betreten!
OH Yeah! ;)

Wir bleiben bis zum frühen Nachmittag, dann aber warten heute doch noch ein paar Aufgaben zu Hause auf uns.

Doch sind nunmehr Gemüter beruhigt, überflüssige Energien verpufft und ein von drei Kindern (die anderen wollten erst gar nicht mit) glücklich und zufrieden gestellt.

Manchmal muss es einfach so rum sein, um den restlichen Tag getrost vor sich hin basteln zu können! ;)

Habt’s fein und genießt den Sommer!

(Mehr #wibs gibt’s wie immer bei grossekoepfe!) 

Eure 

Alex

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