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Kopfschmerzen aus der Hölle, faule Mama & neue Weihnachtsmarkt-Pläne – Unser zweites Adventswochenende

Samstag

Bereits gegen fünf Uhr in der Früh wache ich mit pochenden Kopfschmerzen auf, weiß nicht mehr so recht, wie ich ruhen soll.

Da ich zu diesem Zeitpunkt nach nur ganz wenigen Stunden Schlaf aber genau DAS sehr gerne noch ein paar längere Minuten möchte – ruhen – richte ich mich schwankend auf und versuche, mir schnell Abhilfe zu verschaffen.

Mir ist jedoch zu schwindelig und schummrig vor Augen, um mich die Treppe in’s Untergeschoss hinunter zu hangeln.
Was auf einen nicht allzu glücklichen Verlauf jener Schmerzen schließen lässt.

Also schwanke ich halbblind ins Badezimmer und fische – wenn auch nicht liebstes Mittel der Wahl – die nächstauffindbare Paracetamol-Tablette aus dem Spiegelschrank.

Wohlwissend, dass diese gewiss nicht die ersehnte Erleichterung – und vor allem Entspannung – herbei führen wird.

Neben mir im Elternbett (wo sonst ;) ) schlummert breit ausgestreckt die Neunjährige – über den Verbleib des Gatten (irgendein freies Kinderbett) mache ich mir unter jenen Umständen keine weiteren Gedanken (auch sonst nicht ;) ).

Ich möchte schlafen.
I-r-g-e-n-d-w-i-e.

Nun, das tue ich auch – vielleicht bin ich auch vorübergehend tot.
Ich weiß es nicht so genau.

Denn nahezu halbtot fühle ich mich auch beim nächsten Aufwachen.

Was für ein blöder Start in den Tag!

Der Schädel hämmert, der Magen flaut (sagt man das so?), Augen brennen und alles dreht sich.

Und Leute!
Ich schwöre Euch!
Es war in der Nacht (am Abend wäre eine Lüge – Ihr kennt mittlerweile meine innere Uhr) nur ein einziges Glas Weißwein!
(Rotwein vertrage ich ohnehin nicht – bin im Alter auf so vieles kreuzallergisch geworden…)

Unglücklicherweise wacht neben mir die Kleinste (ich werde sie wohl auch mit achtzehn noch so nennen) auf – und quält mich nur gefühlte Sekunden-später mit Izzy Cheese vom Tablet.

“Ladies & Gentlemen!!!!”

Ich möchte sterben.

Kennt Ihr diese äußerst nervtötende, quickende Stimme?
Schon mal gehört!?!

Schwöre – auch OHNE Migräne oder Kopfschmerzen eine schmerzhafte Qual und Tortur!!!

Ich überrede das Kind zum Tragen der rosa Kopfhörer und suche doch die – hoffentlich alles erlösende – Ibuprofen.

Nicht jedoch ohne zwischenzeitlich kurz vor der Toilette Halt zu machen – mir ist unfassbar schlecht und ich kämpfe mit Brechreiz.

Ich bin immer vorsichtig mit Bezeichnungen, solange ich mich nicht selbst diagnostizieren kann – sei es was meine Gemütszustände betrifft oder eben jene Beeinträchtigung.

Depression und Migräne sind harte Nomen, welche man/ich nicht leichtfertig einsetzen sollte, finde ich.

Doch weiß ich, dass es mir derart schlecht nur ein paar wenige Male im Jahr geht.

Anfallsartig eben.

Oh Schmerz lass nach!

Es hilft mir eine Ibuprofen aus dem Sommerurlaub, die schnelle (!) Linderung verspricht, denn da ging es mir auf der Insel Elba das letzte Mal so mies.

Noch heute erinnere ich mich, wie ich mit geschlossenen Augen und kreidebleich – noch im Bikini – im Auto auf dem Supermarkt-Parkplatz saß.

Unfähig, die Familie zum Einkaufen zu begleiten – zu schwindelig, zu hell, zu laut, zu viele Leute, zu schmerzhaft.
Schätze, das Glamping-Zelt (ich berichtete hier davon ;) ) war einfach zu viel für mich! ;)

Mit Kühlakku und doppeltem Kaffee – welchen ich nur schlückchenweise herunterbringe – bewaffnet lege ich mich wieder neben meine Bettgefährtin.

Es dauert eine weitere Stunde, bis die Medis wirken und ich annähernd an’s Anziehen und fertig-machen denken kann.

Aber immerhin! :)

 

Nun aber ist bereits schon wieder Mittag und die Kinder müssen versorgt werden – der Gatte ist nicht auffindbar.
(Ich weiß schon, wo der wieder hingefahren ist – aber so klingt es dramatischer!)

Also muss ich – zumindest etwas abklingender Schmerz hin oder her – ran.

Der Tiefkühlschrank leistet mir hier treue Dienste.

Wir kramen die Dinos (in Familie L. jetzt DER Renner – weil weniger fettig und leckerer als Chicken Nuggets!) wieder heraus – nebst TK Brokkoli.

Ein “fauler” Nachmittag

Irgendwie sind wir – bis auf die Kleinste und den abwesenden Gatten – alle lädiert.

Der Sohn hustet und schwächelt seit ein paar Tagen schon, die Tochter seit dem Vortag erneut sehr oft und arg.
Sie wird es irgendwie nicht los.

Gerne würde ich das Kind zu Hause halten, gerade bei dem nass-kalten Wetter.

Der Gedanke, des sich minütlich räuspernden und hustenden Kindes (trotz Medikament und Inhalation) im luftigen Stall und auf matschigen Paddocks behagt mir überhaupt nicht.

Nun führe ich die Diskussionen aber mit einem Teenie und zudem einem Mädchen, welches die Sache mit der Verantwortung um gleich mehrere Pferde sehr ernst nimmt.

Letzten Endes gebe ich nach.

Und fahre – mittlerweile zum Glück wieder in einem Zustand, in welchem ich mir das zutraue – zum Reiterhof.
Mama-Taxi eben.

Ich komme zurück und treffe auf ein bastelndes weiteres Mädchen!

Da mir an diesem Samstag ohnehin nicht nach engagierter Hausarbeit ist, geselle ich mich mit Kaffee und einer weiteren Ibuprofen dazu.

Gerne würde ich den lädierten Kopf an der frischen Luft durchpusten, hatte am Mittag sehnsüchtig auf die Puderzucker-Schnee-überzogenen-Tannenwipfel (cool, das klingt nach Weihnachtslied! :) ) am Horizont geblickt.

Doch habe ich die wenigen, hellen Stunden offenbar schon wieder verpasst – es ist dunkel.

Um kurz nach vier!
(Leute! Ich hasse es. Kann man ja nur durchdrehen.)

Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch an diesem Samstag-Nachmittag mache – effektiv jedenfalls bin ich nicht, mir ist noch immer schummrig und alles bleibt halt mal liegen.

Und ein ruhiger Abend…

Als jedoch der Gatte den Vorschlag macht, am Abend in die “Dorf-” Pizzeria (Wir wohnen offiziell in einer Kleinstadt – aber nun ja, Ihr wisst, wie das manchmal ist…) zu gehen, bin ich nicht abgeneigt.

Irgendwie ist mir nach einer solchen Kopfschmerz-Attacke stets nach seeehr vielen Kalorien!

Not amused zeigen sich die Kinder ob meines Vorschlages, doch dorthin zu Fuß zu gehen – mir tut die Luft aber gut! So!

Auch den Wunsch der Kleinsten, am Abend mit mir auf der Couch einen Weihnachtsfilm zu sehen, kann ich nicht abschlagen – wir kuscheln!

Und wenngleich ich an diesem Samstag gefühlt die faulste Mutti ever war, so ist das durchaus auch mal schön!

(Fällt mir nämlich unter normalen Umständen sehr schwer, solch Müßiggang ;) ).

Sonntag

Heute wache ich ohne Kopfschmerzen auf – aber erneut mit Izzy Cheese.

(Ich spiele mit dem Gedanken, das Tablet gegen die Wand zu schleudern. Überhaupt – warum habe ich dem Kind gerade den Freischalt-Code eingegeben? Kann sie nicht einfach mal neben mir im Bett LESEN!?!)

Fragt nicht nach dem Gatten.
Ich schäme mich jetzt das zu wiederholen.

Kennt Ihr diese Vorsätze, wenn man jung verliebt und frisch zusammen ist?
Diese, später einmal niemals (!) in getrennten Betten zu schlafen!?

Nun – Vorsätze sind meistens völlig überbewertet  und zweitens in unserem Fall auch schon über zwei Jahrzehnte her. ;)

Zeiten der Dienstreisen und Wochenend-Ehe tun ihr übriges dazu.
Ich glaube, wir sind jetzt offiziell ein altes, lang-verheiratetes Ehepaar. ;)

Die Sache mit den Weihnachts-Märkten

Ich wünsche mir heute auf den Fuldaer Weihnachtsmarkt zu gehen.

Als Familie.

Nachdem der letzte Versuch, zusammen einen Weihnachtsmarkt zu besuchen,  so kläglich scheiterte.

Das mag an einem Sonntag zwar eine irrwitzige Idee zu sein, denn es wird sicherlich sehr voll werden, doch werktags kann der Gatte nun einmal nicht.

Und außerdem verspreche ich mir ein leckeres Abendessen an einem der Büdchen.

Doch wie das so ist, mit “Familie” – der Sohn muss noch für Klassenarbeiten lernen, das große Mädchen hustet zu sehr und darf daher natürlich zu Hause bleiben – und wir Eltern müssen noch ein paar Dinge erledigen, bevor wir überhaupt starten können!

Ich hoffe einfach, wir schaffen es heute noch!

Kommt gut in die neue Woche!

(…mehr wibs wie immer bei grossekoepfe!)

Eure 

Alex

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