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Harmonisch-schöne Familienausflüge? Können wir NICHT! Oder doch? :) #wahrheithinterbildern

In meinen Instagram-Stories haben es vielleicht Einige schon gesehen:

Wir haben heute einen frühlingshaft-sonnigen Tag in Frankfurt verbracht.

Alle fünf Familienmitglieder – mehr oder weniger zusammen.

Vielleicht fällt es Euch gerade nicht auf, daher möchte ich Euch ein klein wenig nachhelfen und mit dem Näschen darauf stupsen:

Nicht habe ich soeben geschrieben einen “schönen” oder gar “wunderbaren” Ausflug!

Ich bevorzuge es an dieser Stelle lieber, auf derartige schmeichelnde Adjektive zu verzichten. 😉

Denn dann würde ich lügen.

Das könnte ich durchaus – Das ginge sogar ganz leicht!

Ich bräuchte einfach die hübschen Fotos aus Frankfurt, die ich gleich auch hier mit Euch teilen werde, von sich sprechen lassen!

Denn die Fotos sind wirklich schön!

Aber auch nur deswegen, weil ich Spaß am fotografieren habe und es ohnehin manchmal gesund und besser ist, das Leben lieber einmal NUR durch die Linse zu sehen! 😉

Dann würde ein Großteil von Euch denken, wie toll und fein es doch ist, dass wir einen gelungenen Familienausflug zu Fünft in der hessischen Metropole verbracht haben!

Und das sogar mit allen drei Kindern, inklusive der Teenies!
Und als Paar!

Muss und möchte ich Euch wirklich etwas vormachen?

Ich könnte Euch glauben lassen, dass das doch ganz easy – ein Klacks – ist!

Und dass unsere Kinder in Sachen Familienausflüge wunderbar “kooperieren” und “funktionieren“.

(Diese Begriffe nutzt natürlich niemand – aber meistens wünschen wir als Elternteil uns doch genau DAS!!!)

Und auch dass sie “mit Freude und Begeisterung mitmachen“.

(Ebenfalls nur eine Wunschvorstellung).

Doch ich war schon immer dafür, hier offen und ehrlich zu berichten, WAS Familienleben eben auch bedeutet.

Auch auf die Gefahr hin, dass vielleicht nur unsere ganz eigene Familie so verkorkst ist.
Vielleicht sind auch nur wir als Eltern hier an irgendeinem Punkt in der Vergangenheit
falsch abgebogen“.

Ich hoffe jedoch inständig nicht!

Vorhaben Familienausflug? Als ob das so einfach wäre!

JA, es war mein Wunsch, einmal in den diesjährigen so furchtbar langen Osterferien einen Ausflug als Familie zu machen.

Nicht nur in Bruchteilen und ohne die Teenies – und auch nicht nur ich mit jeweils einem oder mehreren Kindern alleine!

Sondern tatsächlich mal alle Fünf!

Wo wir in diesen (so furchtbar langen – hatte ich das schon erwähnt? 😉 ) Ferien nicht verreisen und der Mann berufsmäßig so schrecklich eingespannt ist.

Ja, alle Zeichen standen und stehen in Sachen Familienurlaub auf ROT in diesen Osterferien!

Und auch um alleine mit den Kindern zu vereisen, waren weder Kohle meinerseits noch die Bereitschaft aller Kinder vorhanden!

Was ich noch immer zutiefst bedauere (und beschimpfe!!! 😉 ).

Daher sollte wenigstens EIN Tag drin sein!

Doch lasst mich – neben den wunderhübschen Bildern – berichten, wie unser Familienausflug tatsächlich aussah.

Wenngleich auch ich schon jetzt – während ich diese Zeilen tippe – versöhnt lächele!

Und im Grunde das Gesamtpaket als eine schöne und gute Erinnerung mit den Kindern bezeichnen möchte! 🙂

Doch waren es eher die “Off-Scene-Momente”, die Kleinigkeiten und Lacher außer der Reihe, die wieder das WIR und FAMILIE spüren ließen – und den Tag letzten Endes doch abrundeten!

Was Ihr seht – und wie es wirklich war

Ihr seht strahlend blauen Himmel und eine fröhlich-lächelnde “Mutti” beim Mittagessen im Lieblings-China-Nudel-Lokal?

Nun, ahnen kann jedoch niemand, dass ich noch Minuten vorher am liebsten hätte die Scheidung einreichen wollen und ALLE Familienmitglieder mich durchweg doof fanden!

Ich war dran mit Hinfahren und da wir gerne bei der DZ-Bank in der Tiefgarage parken wollten, führte der Weg eben durch die Frankfurter Innenstadt.

Nun müsst Ihr wissen, dass ich es hasse, mit dem Auto mitten durch den Großstadt-Verkehr mit Straßenbahnen, Baustellen und irgendwelchen komischen laut Navi “halb-links” Manövern zu fahren!

Ich hasse, hasse, hasse es – und es zaubert nicht nur Schweißperlen auf die meine Stirn, sondern lässt Aggressionen wachsen (und Unterlippen hervorfahren! 😉 ).

Und auf nüchternem Magen (ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gegessen) erst recht!

Selbstverständlich fühlte sich so mein Hirn vom Mann – der neben mir auf dem Beifahrersitz auch noch arbeitete, weil nicht wirklich “frei” – geärgert und provoziert und absichtlich aus meiner Comfort-Zone herausgequält!

Kurzum, in der Garage angekommen bockte und motze ich – und zettelte einen Streit mit der Kleinsten über ihre Jacke an.

DIE Jacke, die sie bei 16 Grad tatsächlich nicht wirklich hätte brauchen müssen.

Gut, das Essen war fein, da gehen wir gerne hin!

Doch wer glaubt, dass ausgerechnet unsere Kinder sich dankbar und begeistert ob des Vorschlags zeigten, einmal auf den Maintower hochzufahren, der irrt!

Ihr seht Frühlingsfotos und eine phänomenal-tolle (ich war tatsächlich noch nie oben! Shame on me!) Aussicht!

Nicht aber hört Ihr das Geschimpfe ob der Schlange vor der Kasse!

(“ICH stell’ mich hier nicht an!”, “Ich fahr’ da nicht hoch!”, “Das ist doch laaangweilig!”)

Und Ihr hört auch nicht die scharfzüngige und mich auch ein klein wenig verletzende Bemerkung (Mittlere), dass wir auch

“sehr gerne umgehend kehrtmachen und nach Hause fahren können”!

(Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals)

Ihr seht den Mann nicht busy am Telefon (wir haben an diesem Nachmittag nicht wirklich viele Worte miteinander wechseln können) und hört auch nicht die Frage des Sohnes, ob wir den im Anschluss geplanten Besuch des Palmengarten (die Kleinste wollte sooo gerne wieder ins Schmetterlinghaus) nicht alleine durchziehen könnten – und die Teenies in die Stadt schicken mögen.

(Hallo!? FAMILIENAUSFLUG – es scheint wirklich ein schwer verständliches Vokabular zu sein!)

Ihr seht nicht den Gatten mit dem Laptop in der wichtigen Telko VOR dem Schmetterlingshaus sitzen, statt sich darin Händchen-haltend mit mir zu bewegen und auch nicht die steten Blicke auf die Uhr der großen Kinder.

Und Ihr seht auch nicht den Moment, in welchem ich den Entschluss fasste, mich “NIE WIEDER” um gemeinsame Familienausflüge bemühen zu wollen.

Und dann hat es KLICK gemacht! 🙂

Jener Moment, in dem ich aufgeben wollte und gedanklich eine Reise ganz für mich alleine plante.

Es waren Gedanken, die ich aber NICHT zu Ende führen konnte.

Denn sie wurden jäh auseinander gerissen.

Beim Anblick meiner drei Kinder, die urplötzlich ausgelassen auf dem Spielplatz (ausgerechnet! 😉 ) Quatsch machten, herumalberten und gelöste Minuten miteinander verbrachten.

Als der Gatte endlich auflegte und ebenfalls sein Näschen in die Sonne hielt und auf einmal da wieder die Familie war, die ich DOCH so dolle lieb habe!

Denn letzten Endes machten die Fotos, die ich NICHT auf Insta teilte (einige davon aber gerne gleich hier!) einen Familienausflug schön und gelungen!

Vergiss die Planung und erfreu Dich an den Mini-Momenten!

Da war beispielsweise der Moment, als ich mit den Mädels vor zum Palmengarten lief (der Mann musste nochmal kurz zum Auto) und wir Mini-Möwenpick-Eis beim Rewe entdeckten – und Mädels einträchtig Eis-aßen und Hand-hielten!

Oder jene Minuten, in denen die große Tochter, die das Falterhaus ja angeblich so langweilig fand, sich mein Handy schnappte, um “richtig gute” Fotos von den hübschen Tierchen zu gestalten.

Da war das Gackern und Lachen als die Drei vorne weg durch die Straßen liefen!

Und das Knuspern und Geraschel im Auto, nachdem sich alle – erneut beim City-Supermarkt – mit  Chips und Keksen für die Heimfahrt (eine knappe furchtbar lange Stunde 😉 ) eindecken durften!

Und da waren sogar kurze Momente des Händchen-haltens und Bussi-gebens (Gatte und ich).

Ja, vielleicht braucht es auch gar nicht mehr, um einen Tag als gut und gelungen zu bezeichnen und die Sache mit künftigen Familienausflügen nicht gleich vollständig an den Nagel zu hängen oder gar niedergeschmettert aufzugeben.

Vielleicht sollte ich einfach ein bisschen weniger (oder leiser) fluchen und nicht gleich mit der Erwartungshaltung, dass “ja eh keiner Bock drauf hat” ein derartiges Vorhaben angehen.

Selbst und auch dann, wenn wir bereits Eltern von großgewordenen Teenie-Kindern sind!

Denn – und das ist die Wahrheit – im Grunde haben wir uns noch immer alle lieb! 😉

Eure 

Alex

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