Planlos durch den Alltag

„Du wurschtelst Dich auch so durch, oder?“ fragte mich kürzlich eine Bekannte, ebenfalls Mutter. Beim Small-Talk. Und sie hat Recht!

Denn jetzt genau an diesem Mittwoch-Morgen fühlt sich mein Leben so an.
Ein stetiges „Durchwurschteln“ ohne genaues, noch nicht endgültig definiertes
(berufliches) Ziel.

Es ist für mich der erste „freie“ Morgen nach sechseinhalb Wochen!

Die ersten 4 Stunden nur für mich! Weiterlesen Planlos durch den Alltag

You‘ve got Mail 2.0: Die Lizenz

Also ich bin ja ein klein wenig enttäuscht. Von Nathalie (* Name von der Autorin geändert). Nathalie, der ich monatelang die herzallerliebsten Mails geschickt habe. Die adrette Dame in Stoffhose und Mahagoni-Tönung, mit dem schweren Parfum und den Gesundheits-Sandalen. Die stets höfliche Amerikanerin mittleren Alters, die mich und meine Arbeit immer in den höchsten Tönen gelobt hat.

Die Nathalie, welche ich eigentlich noch nie zu Gesicht bekommen habe und deren äußeres Erscheinungsbild von daher hauptsächlich auf meiner lebhaften Phantasie beruht und lediglich von einem Profil-Foto abgeleitet wird! Jene Frau, wegen der teilweise meine eigenen Kinder zurückstecken mussten! Und dieser Punkt ärgert mich im Nachhinein wirklich ein klein wenig. Wo wir wieder bei den mütterlichen Schuldgefühlen angelangt wären! 

Was habe ich mich in’s Zeug gelegt. Monatelang! Weiterlesen You‘ve got Mail 2.0: Die Lizenz

„Call me lazy“ Mommy-Wars

Gestatten:
Ich bin die Frau, die nicht arbeiten geht und kein Geld verdient. Die „frustrierte Hausfrau“. Ja, auch so wurde ich schon einmal genannt! Die „Faule“ von Nebenan, die eine Putzfrau (die gar keine ist!) zum Fenster-Putzen und Rasen-Mähen bestellt. Damit sie weiter gemütlich auf der Couch Latte schlürfen kann und blödsinnige Texte über ihr intimstes Privatleben im Internet verbreiten kann. Denn was früher der Wirt, ist heute der Blogger! Wer nix wird, wird Wirt – und die gelangweilte unterforderte Hausfrau und Dreifachmutter nennt sich heute eben Bloggerin!

Und ich hasse den Begriff Hausfrau! Der existiert nicht, wie ich bereits schon mehrfach erwähnt habe!

Nun, heute möchte ich an meinem ganz persönlichen Beispiel einmal erklären warum. Weiterlesen „Call me lazy“ Mommy-Wars

You’ve got Mail: Nathalie

Freitag, früher Morgen. Ich habe ein Problem mit Nathalie.
(*Name von der Autorin geändert) 😉

Ich kenne sie nur von einem Profilbild, und doch kann ich mir vor meinem geistigen Auge ein ganz genaues Bild von ihr machen.
Der Nachname lässt auf polnische Immigranten schließen. Vielleicht nicht sie selbst, aber womöglich ihre Eltern. Nathalie, geschätzt Mitte fünfzig, trägt mit Vorliebe gediegene, furchtbar langweilige Kleidung. Beige Stoffbluse, ohne jegliche Verzierung zur Kaki-farbenen Bundfaltenhose. Sicherlich kombiniert mit weißen Socken in Gesundheits-Sandalen, um den Hals die schwere Kette, irgendein Familien-Erbstück. Die Frisur ist mittellang, aschblond und praktisch mit Pony gehalten. Selbstverständlich trägt Nathalie Lippenstift, weil sich das für eine ordentliche, gepflegte amerikanische Frau gehört.

Und sie will von mir hören! Alsbald! Weiterlesen You’ve got Mail: Nathalie

Sinnkrise

Ich stecke mitten in einer kleinen Sinn-Krise! Oder Enddreißiger-Krise? Weibliche Midlife-Crisis in Schleifchen-Chucks und Jeans-Mini? Ich weiß es nicht. Fakt ist: Ich bin durch den Wind. Seit einigen Tagen schon.

Entscheidungen liegen vor mir, die es zu treffen gilt und mit dem Anpacken will es gerade nicht so ganz klappen. Ja, ich tue mir ehrlich gesagt gerade sehr schwer überhaupt etwas zu entscheiden! Und genau das hasse ich manchmal am Erwachsenensein! Noch immer! Dabei sollte ich ich mich wohl längst an die Tatsache, nunmehr zu den entscheidungsbefugten Menschen zu zählen, gewöhnt haben.
Treffe ich doch seit geraumer Zeit auch für Andere die Entscheidungen.
Sprich für drei wahnsinnig tolle Kinder. Von denen ich manchmal immer noch nicht glauben kann, dass sie von mir sind! Und dafür danke ich dem Leben schon einmal, so viel sei gewiss!

Aber für mich selbst Entscheidungen treffen? Weiterlesen Sinnkrise