Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit

16+

Ich soll dieses Mal nicht drüber schreiben. So wurde ich gebeten.
Und die Bitten und Belange anderer Menschen möchte ich respektieren.
Werde ich im Vorfeld, noch bevor ein Text Herz und Geist entsprungen ist, ausdrücklich gebeten, so will und muss ich dies akzeptieren.
Das tue ich dann auch.
Auch wenn’s weh tut und mir so sehr auf der Seele brennt.

Ich vermag keine Texte löschen, wenngleich sie noch so unglücklich formuliert waren, denn ich stehe zu dem was ich bin – und im Moment des Entstehens eines Beitrages nun einmal fühlte.
Ich ändere und korrigiere höchst selten und lösche so gut wie gar nicht – es sei denn, das Wohl meiner Kinder hinge davon ab.

Aber wie drückt man Schmerz in Worte aus, ohne ihn beim Namen zu nennen?

Wie ergeht es einem Menschen, ereilt eine kurze, traurige Textnachricht einen ausgerechnet vor der Kühltheke des hiesigen Discounters?
Aus dem Nichts, mitten in einen trüben, verregneten November-Morgen hinein?
Es ist ziemlich simpel erklärt.
Dann springt schnell der Autopilot ein – und ein Mensch funktioniert nur noch.

Und wenngleich das Herz in jenem Moment bis zum Halse pocht und Tränen darauf drängen hinaus zu bersten, beherrschen wir Erwachsenen uns dann.
Denn so gehört es sich schließlich.
Wir schweigen wenn man uns darum bittet – und reißen uns verflixt nochmal zusammen.

Nun, das gelang mir bis zu dem Moment, an welchem ich die eigene Haustüre aufschloss und die Tüte mit den dringend zu kühlenden Lebensmitteln auf den Flur sacken ließ.
Und mich gleich daneben. mehr „Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit“

Putzt Du noch – oder lebst Du schon?

51+

Eigentlich schreibe ich diesen Text gerade nur, weil ich die Überschrift zugegebenermaßen ziemlich geil finde.
Vermutlich wurde auch genau diese Redewendung, dieser Spruch, schon tausendfach verwendet.
Doch eben genau jener Gedanke schoss mir heute Mittag durch den Kopf!

Dann, als ich wieder einmal versuchte, noch mal schnell dreckiges Geschirr in die Spülmaschine – und Sauberes in die Schränke zu verräumen.
Als ich nur kurz noch den Müll raus bringen und die Waschmaschine neu beladen wollte.
Als mich Krümel unterm Esstisch störten und Käsefuss-Abdrücke auf dem dunklen Laminat.
Nur in Windeseile die Betten aufschütteln, ja das wollte ich auch gerne noch machen.

Und bei der Gelegenheit vielleicht auch noch die am Boden zerstreuten Stinke-Klamotten des pubertierenden Sohnes aufsammeln.
Bei der Chance hätte ich selbstverständlich auch einmal kurz gelüftet und den gut mit alten Chipstüten und zerknüllten Blättern – gerne auch verklebtem Kaugummi – gefüllten Mülleimer unter dem Schreibtisch des großen Jungen hervor gezogen.

Noch kurz ein paar Spritzer Glasreiniger auf den mit Zahnpasta-Pünktchen verzierten Badezimmer-Spiegel, ja das hätte auch nicht geschadet. Wären ja nur ein paar zusätzliche Sekunden gewesen.
Sehr gerne hätte ich auch noch „schnell“ bei dieser Gelegenheit den bereits überquellenden Wäschekorb aus dem Familien-Bad mit in’s Erdgeschoss getragen und den sich darin befindlichen Inhalt nach Farben und Waschgang sortiert.
Nur ganz fix noch.

Es war ein lautstarkes

„Mamaaaa!“,

das mich aus meinen ambitionierten Gedanken riss. mehr „Putzt Du noch – oder lebst Du schon?“

Weihnachten: Der Zauber besonderer Erlebnisse

3+

Aufgeregt kaut sie wahlweise auf ihrem Zeigefinger oder aber am Bündchen des von mir sorgfältig ausgewählten Pullis herum.
Reckt das Köpflein und den Hals so weit es nur geht, um auch bloß nix zu verpassen.
In spannenden Momenten kommt die kleine warme Hand und drückt feste die Meine – oder aber der ganze zerzauste Haarschopf sucht die schützende Nähe meiner Schulter!

Und während ich da auf einem der unzähligen Stühle sitze, bin ich froh, meiner kleinsten Tochter gerade dieses Erlebnis ermöglichen zu können.
Denn ich muss an dieser Stelle gestehen:

Ich hatte meine Zweifel!

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Wir alle müssen lernen

3+

Sonntag-Abend.
Ein Wochenende voller Erkenntnisse liegt hinter uns.
Ein schönes Familien-Wochenende mit viel Plätzchen-backen und gemeinsamer Quality-Zeit –  und dennoch nicht eines der Leichtesten.
Ja, dieses eine Wochenende hätte kaum mehr Einsichten mit sich bringen können.
Weil es manchmal eine ganze Weile dauert, bis man in der Lage ist, Dinge wahrzunehmen und gemeinsam neue Richtungen einzuschlagen. 

Und einmal mehr, an diesem Sonntag- Abend, wird mir gerade bewusst, dass Eltern-sein auch ein lebenslanges Lernen bedeutet.
Nicht nur, befindet sich der eigene Nachwuchs im Baby- und Kleinkindalter!
Auch mit größeren Kindern müssen wir immer wieder Neues dazu lernen, neue Erkenntnisse reifen lassen und uns an ungewohnte Situationen anpassen.
Und vor allem lernen, damit klar zu kommen. Immer und immer wieder!

Und ich befürchte,  das wird auch nie aufhören. 😉
Das Leben ist ein steter Lernprozess – und zwar für alle Familienmitglieder, egal wie alt und weise wir nun sind. 

Erkenntnis Nr. 1: Ich habe einen Fehler gemacht.

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Welcome – im Hier und Jetzt: Selbstfindung #23

1+

„Welcome“ steht über der prunkvollen Eingangstür unserer Unterkunft für die nächsten vier Tage. Unsere Ferienwohnung in Rheinland-Pfalz, keine zwei Auto-Stunden vom Wohnort entfernt. Wir sind also angekommen im ersten von zwei Urlauben in diesem Sommer. Der „Kompromiss-Urlaub“ wie ich ihn nenne. Das Kontrast-Programm zu 13 Tagen Pauschal-Urlaub in der schwül-heißen Türkei. 

Und was soll ich sagen? Ja, ich bin angekommen! Fühle mich Willkommen!
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Sweet f…… Valentine: Woher die Rosen wirklich kommen

5+

Grundsätzlich meckere ich ja über alles, was anscheinend die Mehrzahl der Bevölkerung toll findet. Was alle toll zu finden haben. Schon aufgefallen? 😉
Ich bin also Grinch, Silvester-Boykottierer und Faschings-Muffel vereint in meiner bescheidenen Wenigkeit. Warum? Aus Selbstschutz? Um mich vor Enttäuschungen zu bewahren? Um sagen zu können:

Hey! Steh ich doch drüber! Es ist mir gleich wenn’s gerade daneben gegangen ist. Das alles bedeutet mir ja sowieso nichts. Wie sollte ich also jetzt enttäuscht sein? mehr „Sweet f…… Valentine: Woher die Rosen wirklich kommen“

Mutti goes Soccer, Part 2

4+

Samstag. Es ist geschafft! Wir sind im Zug auf den Weg nach München! Mutti soll tatsächlich ihren Plan in die Tat umsetzen!
Und fällt gleich auf. War mir klar! So bin ich halt! Schon immer gewesen. Der Zug wackelt aber auch echt nervig bin und her! Ich will mich also abstützen und lange beherzt zu meiner rechten Seite. Dahin, wo ich die Armlehne eines anderen Fahrgastes vermute. Genau hinsehen tue ich ja nicht. Puh! Hat geklappt! Ich kann mich festkrallen! Irgendwie fühlt sich die Lehne nur eigenartig warm und sehr weich an! So anders. mehr „Mutti goes Soccer, Part 2“

Jeden Tag Schönes entdecken: Januar 2018

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Zum Jahreswechsel hatte ich Euch darüber berichtet, dass mein alleiniger Vorsatz für das Jahr 2018 darin besteht, jeden Tag etwas Schönes zu entdecken! Bewusst danach Ausschau zu halten und zu versuchen, selbst den trostlosesten und miesesten Tagen etwas Positives abzugewinnen.

Es geht mir insbesondere darum, die ganz kleinen unscheinbaren aber dennoch schönen Momente im Alltag zu finden und festzuhalten. Abrufbar immer dann, wenn alles nur grau in grau und trist scheint. Ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es immer zwei Seiten von allem gibt! mehr „Jeden Tag Schönes entdecken: Januar 2018“

“Muddy Mom“: Kopfkino am Frühstückstisch

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Es ist Samstag morgen und uns allen ist es tatsächlich gelungen die Trägheit letztendlich  doch zu durchbrechen und dem ollen Schlendrian eins auf die schlaftrunkene Nase zu geben. Heißt: Wir sind eine ganze dreiviertel Stunde früher aufgestanden. Yeah! Beflügelt von einem derart einzigartigen Erfolgserlebnis steht mir heute der Sinn nach etwas „ganz Besonderem“.

Heute steht mir mal wieder der Sinn nach einem tollen Familien-Wochenend-Frühstück. mehr „“Muddy Mom“: Kopfkino am Frühstückstisch“

Ferienprogramm: ToyShop & Kino mit der Kleinsten

1+

Es ist jedes Jahr festes Programm in den Weihnachts-Ferien. Nein, ich nenne es ab jetzt Winterferien, denn ihr wisst schon, dieses andere Wort, ich kann es echt nicht mehr hören! Wovon ich rede? Achtung, großer Trommelwirbel: Ein 3-D-Kinobesuch!! 😉

Neben den ganzen anderen Klassikern natürlich als da wären Schlittschuh-Laufen, diverse Spiele-Dates (meist bei uns), Hüpfburg-Gedöns (geht selbst mit größeren Kindern noch immer), Therme mit Kindern, Therme ohne Kinder (Ihr wisst schon das Geburtstagsgeschenk). Und Kinder-Abgeben-und-in-Ruhe-Kaffee-Trinken beim schwedischen oder deutschen Möbel-Giganten. Denn irgendwann holt der Winter-Ferien-Koller jeden von uns ein 😉

Doch noch sind wir nicht so weit.

Und manchmal müssen sich Fünf auch einmal aufteilen um in der Summe gemeinsam einen glücklichen schönen Ferientag miteinander verbracht zu haben.