8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52

66+

Bevor heute wichtige Entscheidungen und bahnbrechende Änderungen verkündet werden, muss ich doch noch einmal ganz schnell mit einem Blogbeitrag dazwischen grätschen!

Weil’s mich einfach gerade zu sehr beschäftigt und ein klitzekleines bisschen das Herz schwer macht – und die Äuglein feucht werden lässt.

Denn nicht alles war schlecht die vergangenen Wochen!

Wir waren gesund und hatten uns – für mich zwei kostbare Tatsachen, die es einfach nicht auszublenden gilt!
Das hat diese besondere Zeit nicht verdient!

Aber es gibt noch so viel mehr Dinge, die ich in einem neuen, alten Alltag schmerzlichst vermissen werde.

Hier meine ganz persönlichen acht Dinge: mehr „8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza

19+

Ich muss zugeben, als ich letzten Freitag Abend aus London zurückkehrte, musste ich sehr mit mir kämpfen.
Ich rang regelrecht mit mir!

Und hätte mich die Erschöpfung des vorangegangenen wunderbaren aber gleichermaßen anstrengenden Tages nicht in die Knie gezwungen, ich hätte vermutlich sofort losgelegt.

Überall sah ich Dinge, die meine ganz eigene Optik störten und dem verqueren Anspruch eines gemütlichen, aufgeräumten Heims nicht gerecht wurden.
Da waren die Krümel auf dem Esstisch, welcher laut Aussagen der Kinder in drei Tagen nicht einmal abgewischt wurde.
Das nicht vollständig verräumte saubere Geschirr auf der Küchen-Theke störte, ebenso wie die noch vollen Tee-Thermoskannen vom Morgen.

Ich sah die Klos, welche ich vor meiner Abreise nicht mehr schaffte zu putzen und die ungewaschene Wäsche aus drei bis vier Tagen.
Fand herumliegende Schuhe und Kleidungsstücke vor und den trüben, mit Wasserspritzern übersäten Badezimmerspiegel.

Nicht aber sah ich, dass… mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza“

Ausgebremst und Ausgetrickst?

1+

Gerade komme ich mir ziemlich blöd vor. Ja, genau jetzt, in diesem Moment, als die Mittlere voller Elan ihr Tablet-Spiel spielt. Irgendein nächstes Level hat sie erreicht und freut sich gerade wie Bolle. Während sie hier schön gemütlich auf meiner Couch sitzt. Am Vormittag! Während der Schulzeit. Und so sehr ich sie auch liebe, hege ich nun einen klitzekleinen Groll. Komm‘ einfach nicht dagegen an. 

Denn sie konnte nicht laufen am frühen Morgen. Klagte über unerträgliche Schmerzen, unfähig auch nur Socke oder Hose anzuziehen. SO konnte ich das Kind unmöglich in die Schule bringen! Ein Kind, das sich so verhält gehört umgehend zu einem Arzt. Nicht? 

Wenig später befinden wir beide uns im Behandlungszimmer. Und tatsächlich ist ein Muskel verzerrt und die Verhärtung deutlich zu spüren. Geflunkert hat das Kind nicht, doch sicherlich die üblichen 30 Prozent Jammer-Bonus drauf gepackt, so viel sei gewiss.

Und immer wieder stellt sich mir im Nachhinein die Frage:

War das jetzt nötig oder übertrieben? Richtig oder Falsch? mehr „Ausgebremst und Ausgetrickst?“