Wenn die Schulzeit zum Albtraum wird

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„Da bin ich so froh, dass wir mit Dir damals überhaupt keine Probleme hatten“.

Ich war in der Heimatstadt und hatte nach einem Termin in Zusammenhang mit diesem Blog spontan die eigenen Eltern besucht, um für einige Minuten auf einen Tee und kurzen Plausch zu verweilen.
Bis ich wieder weiter ziehen und die Kinder von Kita und Schule abholen musste.
Gesprächsinhalt in der relativ knappen Zeit war unter Anderem auch das Thema „Mobbing während der Schulzeit“.

Und beinahe hätte ich mich am heißen Tee verschluckt, als ich die zuvor gesagten Worte aus dem Mund des eigenen Vaters hörte und nach einer kurzen Weile schließlich verarbeitete.

Da saß ich also vor einigen Wochen in der Küche meiner Eltern und alles an das sie sich erinnern konnten, war eine ruhige und nicht weiter erwähnenswerte Schulzeit der großen Tochter.
Alles „normal“ und nicht der Rede wert.
Und in diesem Moment bleib ich diejenige, die einfach nur ruhig da saß und sich nix anmerken ließ.

Ungefähr so musste es wohl auch damals gewesen sein.
Denn was meine Schulzeit und insbesondere die Jahre als pubertierender Teenager betrifft, scheinen sich Geister zu scheiden – und Erinnerungen ein klein wenig verzerrt zu sein.
Doch kann ich den eigenen Eltern überhaupt nix vorwerfen.

Ich glaube, ich war seinerzeit wirklich nicht in der Lage zu reden.
Darüber, was in mir vorging und wie es der eigenen Seele ging.
Ich schwieg und ließ Jahre verstreichen.

Doch möchte ich dies heute, fünfundzwanzig Jahre später, gerne ein klein wenig nachholen.
Weil es mir aktuell ein besonderes Bedürfnis ist.

Denn Fakt ist:

Meine Schulzeit war der Horror! mehr „Wenn die Schulzeit zum Albtraum wird“

„Echte Bären fürchten sich nicht“

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*Rezension. Schon früh kitzelt die Sonne in der noch sehr verschlafenen Nase und lässt auf einen wundervollen Spätsommer-Tag hoffen. Doch der Schein trügt, schon jetzt lässt sie sich nicht mehr leugnen. Die Tatsache, dass dies nicht ewig so weiter gehen kann.

Der Sommer 2018 war gut zu mir, zeigte sich von seiner prächtigsten und mir liebsten Seite. Ja, wir waren verliebt, wir beide, haben die gemeinsame Zeit in vollsten Zügen und ich mit jeder Faser des nach Vitamin-D lechzenden Körpers genossen. Doch zeigt er sich bereits schon etwas verhalten, lässt sich nur noch zeitweise am Tag blicken. Die Wiese vorm Haus glitzert von Tau überzogen im frühen Sonnenlicht, selbst Nebelschwaden sehe ich in der Ferne und fröstele arg beim verzweifelten Versuch, auf die Schnelle eine geeignete Jacke für die nur ganz knapp zweistellige Temperatur zu finden.

Er steht schon in den Startlöchern. Der Herbst. Möchte mit meinem besten Freund konkurrieren und ebenfalls mit Vorzügen und Annehmlichkeiten glänzen. Und während ich auf dem Weg zum Kindergarten die Hand der Kleinsten halte und abwäge, ob denn heute tatsächlich noch einmal ein Freibad-Besuch möglich sein könnte, ertappe ich mich bei gar ganz anderen Gedanken.

Sie funken mir einfach so dazwischen, so ganz untypisch und ungeplant.

„Ich könnte sie auch einfach jetzt einschlafen lassen, diese Liebe, die so langsam nur noch zartblau am Himmel verblasst. Das Feuer am Himmel, welches nunmehr nicht mehr ganz so brennt und strahlt. Es ist mir nicht mehr so bedeutsam.“

Und fast, aber nur fast, könnte ich mich bei der Vorstellung erwischen, mich auf den Herbst sogar ein ganz klein wenig zu freuen! 

Denn beim Gedanken an den Geruch von frischem Laub und süß duftendem Tee, die Vorfreude auf neue Boots und kuschelige Pullis wird mir in der Tat ein wenig wohlig warm um’s Herz.
Und ich freue mich auf Zeit! Endlich wieder Zeit zum Drinnen-sein.
Ohne schlechtes Gewissen. Zeit zum Malen und Basteln mit den Kindern.

Und zum Vorlesen.  mehr „„Echte Bären fürchten sich nicht““

Now and Then: Von Überbehütung und falscher Sorglosigkeit

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Und plötzlich ist er wieder ganz klein. Kommt zu uns ins Schlafzimmer und möchte zwischen uns im Bett liegen. Weil er nicht schlafen kann und unsere beruhigende Nähe sucht.

Es dauert nur wenige Minuten und da ist er eingeschlafen. Wohlbehütet zwischen Mama und Papa, die eben doch manchmal noch Halt und Trost geben müssen. Obwohl er schon so groß ist. Mein größtes Baby. Mein Zehnjähriger.

Doch heute war auch ein harter Tag für ihn. Wir haben ihm etwas zugemutet. Bewusst. Weil wir ihm es zugetraut haben und auch einer solchen Situation „aussetzen“ wollten. Weil es zum Leben, aufwachsen und den-Gang-der-Dinge-verstehen einfach dazu gehört.
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