Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4

16+

Entfernung und somit räumliche Distanz.
Beides trennt mich seit einigen Jahren von einer meiner besten Freundinnen.
Zwar reden wir hier nur von ungefähr 150 Kilometern, doch wir sind es gewohnt, uns nicht häufig zu sehen.
Und stattdessen zusammen über Whatsapp zu kommunizieren.

Telefonieren mag sie nicht so gerne, noch immer empfindet sie leichte Scheu wegen der deutschen Sprache.
Wenngleich sie in den letzten Jahren so gut darin geworden ist!
Was zum größten Teil auch ihres ausgeübten Jobs zu verdanken ist.

Ich mag sie so sehr und finde sie ganz großartig – und eigentlich sollte ich ihr das gleich auch noch einmal schreiben.

Sie gehört zu den Heldinnen der aktuellen Zeit, denn meine liebe Freundin ist eine von denjenigen, die nun Tag für Tag für uns Konservendosen und Toilettenpapier auffüllen.
Welche idiotischerweise von Euch da draußen panisch in Massen in die Einkaufswagen gestopft werden!

Jeden Tag setzt sie sich der Gefahr – welche wir alle fürchten – aus, um die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen mehr oder weniger nützlichen Dingen sicherzustellen.
Und empfindet Angst dabei.

Erst heute morgen schrieb sie mir,…. mehr „Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation

10+

Frau will ja immer genau das, was sie im Moment nicht bekommen kann.
Das ist Gesetz und hat sicherlich ein Stück weit damit zu tun, dass Mann es uns ohnehin nie recht machen kann und – eine gewisse notorische Unzufriedenheit zum guten Ton des weiblichen Geschlechts gehört.

An dieser Stelle kommt mir die Aufforderung des Gatten in den Sinn, hier nicht zu sehr verallgemeinernd zu schreiben – ich nehme mir nun die Arroganz heraus, dieser Bitte nicht nachzukommen! 😉

Nicht jedoch träume ich – in Anbetracht des nahenden Geburtstages – von schicken Schmuckstücken oder gar edlen Tretern (und schon einmal gar nicht von feinster Spitze! 😉 ).
Auch nicht davon, dass „Corona“ weiterhin nur der Inbegriff für spektakuläre Himmels-Phänomene oder eisgekühlte alkoholische Erfrischungen wäre – wenngleich dies in Zeiten wie diesen durchaus wünschenswert wäre.

Nein!
Ich sehne mir dieser Tage ganz andere Dinge herbei.

Selbstverständlichkeiten, die dann fehlen, wenn sie vorübergehend abhanden gekommen sind.
Wenn dir das Leben (und das klingt nun dramatischer als ich es gerade selbst empfinde) einmal mehr einen Spiegel vor die frustriert gerümpfte Nase hält – und erneut massiv ausbremst und zu langsamen Müßiggang zwingt.
Oder eben dazu, weiterhin Tiefkühlpizza linkshändig in den Ofen zu schieben.

Gerade sehe ich sehr viele Menschen Dinge tun, welche ich nicht zu tun vermag. mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation“

Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag

10+

Es hätte besser laufen können. Gestern.
Fröhlicher hätte ich sein können.
Etwas weniger müde und geschlaucht, ohne dieses ausgelaugte, bleierne Gefühl, welches mich ausgerechnet an diesem Tag lähmen sollte! Strahlender hätte ich sein sollen und im großen Stil feiern. Nicht ganz ruhig, still und heimlich.
Schließlich gehört sich dies so für einen runden Geburtstag, oder etwa nicht?
Doch wollte ich es ja genau so haben, arbeitete ein klitzekleines bisschen auch bewusst darauf hin, dass ich hier einfach nur von einem (ziemlich gewöhnlichen) Tag von vielen schreiben kann! 😉

Ich hatte mich gegen die große Sause entschieden.

Aus mehreren Gründen. mehr „Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag“