Ein Sommer ohne Freibad IST KEIN Sommer! Corona-Tagebuch

27+

Solange ich mich erinnern kann bedeutete Sommer hauptsächlich Eines:
Viele, viele Stunden im jeweiligen heimischen Freischwimmbad.

Ich erinnere mich an Tage auf Tauchstation und rot-unterlaufene Augen im Anschluss.
An den Duft des noch vom Tau-überzogenen Grases, radelte ich gleich nach dem Frühstück ins geliebte Schwimmbad, um eine der Ersten zu sein, die in’s blaue, noch wellenlose Nass hüpften.

Der Duft von Kokosöl und Sonnencreme liegt mir in der Nase – und noch immer kitzelt und sträubt sich die Zunge beim Gedanken an „saure Gurken“ und all‘ den anderen „verbotenen“ Leckereien, für welche das wöchentliche Taschengeld gut und gerne einmal drauf ging.

Ich erinnere mich an Nachmittage auf der karierten Decke und Tupper-Dosen voller Aprikosen und Apfel-Schnitzchen.
Auch an Flusen am Badeanzug-Hinterteil von vielen exzessiven Rutsch-Wettkämpfen – und das Kribbeln in der Nase nach dem gewagten Sprung vom 3-Meter-Turm.

Der Geruch von Chlor und wilde, nasse Haare gehörten genau so zum Sommer wie Omas Erdbeeren im Garten und das alte, geröstete Brot auf dem Grill.

All das war und IST nicht wegzudenken!

Auch später bedeutete Schwimmen mein Ausgleich.
Viele, viele Tage in den jeweiligen Sommerferien verbrachte mein Teenager-Ich im Schwimmer-Becken, die täglichen 1000 Meter waren mir ein willkommenes Ziel – und sind es bis heute geblieben.

In diesem Sommer soll es für uns kein Freibad geben.

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27+

„Sommerkinder“ – Eine Liebeserklärung

11+

Ich war im Urlaub! Ja, ganz ehrlich! Das war ich die letzten Tage.
Man mag mich zwar noch körperlich wahrgenommen haben und es fand definitiv auch kein Ortswechsel statt, doch irgendetwas war um mich geschehen.
Für einen kurzen Moment hatte ich „Planet Tiefgründig“ verlassen können, um temporär ein anderes Ziel anzusteuern.

Ja, ich verweilte gefühlt auf der „Leichtigkeits-Insel“.
Nippte an verführerisch süßen Wein, kostete die saftigsten Erdbeeren und spürte nix als Freiheit und warme Sonnenstrahlen auf der Haut.
Und Sonne im Herzen (DER musste jetzt sein)!

Denn genau so fühlt es sich an.
Jedes Jahr auf’s Neue.
Schafft es der Sommer endlich, endlich in unser aller Gemüter einzuziehen!

Es ist seit jeher bekannt, dass wir Menschen (sofern es sich nicht um gefühlskalte Holzklötze handelt) und das Wetter in einer gewissen Verbindung zueinander stehen. Nicht umsonst entstanden Begriffe wie „Frühlingsgefühle“ oder gar „Brunftzeit“ (Ich weiß selbstverständlich, dass dies ein Begriff aus der Tierwelt ist 😉 )
Und ja, ich selbst fühle mich von dem, was draußen vor sich geht nahezu manipuliert.
Beeinflusst, was die eigene Tagesform, die jeweilige Stimmungslage betrifft.

Ich hätte Bäume ausreißen können!

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11+

Die Sache mit der Konsequenz

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Sie bekommt immer diese Hektik-Flecken wenn sie sich furchtbar aufregt. Wie ein Streuselkuchen sieht sie aus, auf der Stirn. Und sitzt nun völlig aufgelöst und schluchzend hinten im Auto. Ja, gerade jetzt hat sie allen Grund sich aufzuregen. Doch ich nicht weniger. Ich bin gerade die furchtbarste und gemeinste Mutter auf Erden. Aus ihrer Sicht und aus der Sicht so manch Anderer womöglich auch.

Und diese Gewissheit bringt mich kurze Zeit später dazu, heulend auf der Treppe nieder zu sacken. Jetzt, wo sie es nicht sieht. Weil sie gerade mit irgendetwas Anderem beschäftigt ist. Denn sie hat sich mittlerweile längst wieder beruhigt. Nicht aber ich. more „Die Sache mit der Konsequenz“

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