Daheim, Daheim: hyggelige Hyggeligkeit

14+

Wir sind wieder zu Hause und es stellt sich die Frage, was bei uns noch so laufen wird.
In den Herbstferien.
Und guten Gewissens und aus vollster Überzeugung kann ich nun an dieser Stelle behaupten:
Nicht mehr viel!
(Fragt mich das gerne übermorgen nochmal!
Dann, wenn ich mir verzweifelt und genervt die Haare raufe, erdrückt von den eigenen vier Wänden – und betäubt durch Ohren-tötendes Kindergeschrei und Gewusel)

Aber aktuell habe ich nichts Großes mit den Kindern weiter vor.
Der Gatte ist auf Dienstreise.
Und wir? Verweilen zu Hause.

Denn wenn Fünf eine Reise tun, und sei sie noch so kurz, dann wird es unweigerlich immer eines:
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Was Mütter so machen: Von allem ein bisschen

20+

Freitag-Nachmittag.
Lautstark ertönt Big Ben.
Und unverschämt grausam flutet unverzüglich garstiges Adrenalin den eigenen Körper – und lässt mich zusammenzucken. 

Orientierungslos blicke ich mich um, versuche Gedanken zu sortieren – und vor allem meinen ganz eigenen Aufenthaltsort klar zu machen.

Es dauert viele weitere Sekunden, bis ich raffe, dass der Big Ben unsere eigene Klingel-Anlage ist (jaaa, nach acht Jahren haben auch wir endlich eine Klingel – ich hasse den Ton schon jetzt!) und ich mich auf der heimischen Couch befinde.
Direkt neben der Kleinsten.

Der neueste Computer-animierte Kinderfilm dudelt im Hintergrund auf Netflix und Handy sowie Haarspange liegen neben mir auf dem Kissen.
Gleich neben diesem eigenartigen Sabber-Tropfen.
Ich muss wohl eingeschlafen sein.

Wie so oft bin ich Freitags-Nachmittags nahezu erschlagen, völlig erledigt von der vergangenen Woche.
Wenngleich es mir ebenso stets schwer fällt, überhaupt zusammenzufassen, was um alles in der Welt ich eigentlich alles in den letzten Tagen getrieben habe!?

Und wenn ich so versuche,  an die vergangene Woche zurück zu denken, fällt mir auf, dass ich vor allem Eines war: 

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Der erste Schultag nach den Ferien: Warum ich mich nie freuen kann

37+

Kennt Ihr dieses Foto welches alljährlich nach den Sommerferien via WhatsApp & Co. die Runde macht?
Das, welches niedergeschlagene Kinder neben einer höchst erfreut in die Luft springenden Mutter zeigt?
Das ultimative Symbol-Bild für den Schulstart?
Ist witzig, das gebe ich zu.
Stimmt aber nicht!

Vielleicht fühlt sich eine Mutter nach sechs Wochen Sommerferien auch für einen Bruchteil der Sekunde genau so.
Ist also davon auszugehen, dass es sich hier um eine spaßige Momentaufnahme handelt, dann war auch mir kurz zum in die Luft springen.
Doch hält dieser kleine Moment der Euphorie nur sehr kurz an.

Zumindest ist es bei mir so.

Denn der Erfinder eben jenes lustigen Bildchens vergass‘ dabei die unentdeckten, selten erforschten und des Öfteren nicht nachvollziehbaren Windungen des mütterlichen Hirns.
Verbunden mit dem, was Frau „Gefühle“ nennt.

Ich bin traurig und von der Situation überrumpelt mehr „Der erste Schultag nach den Ferien: Warum ich mich nie freuen kann“

Das Leben soll mir ein Fest sein!

13+

Die vergangen Wochen waren nicht leicht für mich.
Sie prägten und schufen neue Erkenntnisse. 

Und auch wenn das dem Ein oder Anderen nun allmählich gehörig auf den Keks gehen mag, so muss ich es nochmals erwähnen.
Es ist essentiell für den weiteren Verlauf dieses Beitrages. 😉
Ich stolperte und fiel tief.
Da war nicht nur der Verlust meiner lieben Oma sondern auch viele Dinge mehr, die bedrückten und belasteten.

Sorgen und ohnehin schon lange bestehende Zukunftsängste, Streit unter Menschen, die eigentlich zusammenhalten sollten.
All‘ das drückte sehr auf’s eigene Gemüt.

Doch immer wieder in dieser Zeit kam mir ein bestimmter Gedanke:

Meine Oma war nie der Typ, um auch nur einen einzigen Tag depressiv im Bett liegen bleiben zu wollen!
Warum also sollte ich nun diese Frechheit besitzen, mir eine derartige Denkweise zu erlauben?
Ich glaube, diese Sichtweise war wohl eine Form der Eigenmotivation und hat mir jüngst ein klein wenig den ollen Hintern gerettet! 😉

Denn wie ich bereits am letzten Wochenende von der wunderbaren Nicole Staudinger lernte, haben wir doch letztendlich unser Schicksal selbst in der Hand.
Auch dann, können wir Dinge nicht ändern und müssen diese als Teil unseres Seins annehmen.

Ist es nicht erfüllend, dann eben die eigene verquere Sichtweise zu ändern und uns an den Dingen zu erfreuen, die wir ändern und selbst in die Hand nehmen können?
Und seien es nur klitzekleine Kleinigkeiten?
Uns darauf zu konzentrieren und mit unserem eigenen winzigen Leben glücklich zu sein?

Solange wir es noch haben! mehr „Das Leben soll mir ein Fest sein!“

Denn Glück kommt wieder…

12+

„Wir passen schon auf, dass der Papa nix Dummes anstellt!“
entgegnet mir die Mittlere lachend.
Und aus dem Augenwinkel sehe ich, wie selbst mein kleinstes Kind nun verschmitzt lächelnd auf dem Badezimmer-Teppich hockt.
„Ja genau!“
stimmt das zerzauste Kind im Schlafanzug nun mit ein.
„Wir sorgen schon dafür, dass es nicht nur Döner gibt, hihi“
fügt sie schnell noch hinzu.
Und als wäre das nicht schon genug, ergänzen beide außerdem, dass der Papa wenigstens endlich mit ihnen ins Freibad gehen wird. Ganz sicher.
Denn Samstag soll es schließlich warm werden – für einen Tag 😉

Und entgegen all‘ meiner Erwartungen bin nun ich diejenige, die schwer schlucken muss.

Die wollen mich einfach so gehen lassen!? mehr „Denn Glück kommt wieder…“

Super-Hypochonder? Der Bruchsack

13+

Krampfadern? Dicke, alte Omis
Plötzlicher Herztod? Fauler, fetter Rauchersack
Leistenbruch? Übergewichtige, unsportliche Männer mit Bierbauch

Wir Menschen denken in Schubladen! Seit jeher! Auch ich.

Nur passe ich weder in eine Schublade – genauso wenig, wie manch Anderer übrigens auch – noch sind meine Gedanken stets allseits verständlich und nachvollziehbar! 😉

In einem Zeitungs-Interview gab ich mal an, nicht über Krankheiten schreiben zu wollen.
Warum aber eigentlich nicht?
Ich respektiere den Wunsch nicht über Krankheiten Anderer zu berichten.
Aber meine? Oder zumindest die Eingebildeten? Die, die mich als eingefleischter Hypochonder – mit gleichzeitiger mangelnder Bereitschaft in eigener Sache zum Arzt zu gehen – aufsuchen? 
Können ruhig alle wissen.
Denn ich möchte hier nun auch ein wenig versuchen,  mit Vorurteilen und Irrglauben aufzuräumen!

Aber was ist mir denn nun widerfahren?

mehr „Super-Hypochonder? Der Bruchsack“

Unser Weg zurück in den Alltag

27+

Während ich diese Zeilen hier schreibe, fährt gerade das Auto des Gatten im Hof vor.
Es ist kurz vor 21 Uhr am Freitag Abend und nach einem sehr langen Arbeitstag – heute in Hamburg – wird es nicht lange dauern, und der mir Angetraute schlummert erschöpft auf der Couch ein.
Und das ist in Ordnung so, denn DAS ist normal. Das ist Alltag.

Ebenso, wie die Mittlere heute Abend nicht zu Hause ist.
Denn heute darf sie bei ihrer Freundin übernachten. Heute habe ich es ihr erlaubt.
Heute musste ich es ihr sogar gewähren, wenngleich ich aus Gründen kein großer Fan von Übernachtungs-Parties bin.
Sowohl bei uns, als auch wenn die Kinder außer Haus schlafen möchten.
Doch auch wenn ich weiß, dass mein Kind in dieser Nacht wohl nicht viel zum eigentlichen Schlafen kommen wird, so hat sie Eines genau jetzt verdient:
Normalität und Alltag!

Der Sohn verweilt oben in seinem Zimmer, denn Freitags (und nur dann) darf er nach einer normalen Schulwoche die Playstation wieder anschalten.
Auch das sei ihm gegönnt, ganz genau so wie die Kleinste nun gerade faul auf dem Sessel lümmelt, noch ein bisschen wach bleiben und den dümmlichen Geschichten von Familie Peppa-Sackgesicht-(Pardon!!)Wutz folgen darf.
Ja, das darf mein kleinstes Kind nun.
Denn all‘ das ist normal und hin und wieder unser kleiner Familien-Alltag.
Und genau diesen möchte ich für meine Kinder nach dem gestrigen Tag erkämpfen und wiederherstellen. mehr „Unser Weg zurück in den Alltag“

Solange ich noch auf dem Spielplatz sitzen darf – Zukunftsgedanken

42+

Es war mir eine Weile ein Graus.
Ja, ganz ehrlich.

Ich fand’s furchtbar langweilig und hätte in der Zeit lieber die effektivsten Dinge angestellt.
Hätte gerne Anstehendes erledigt und wäre liebend gern ein klein wenig schneller vorangekommen.
Nur so’n bisschen wenigstens.

Statt mit den Schuhen im grobkörnigen, staubigen Sand zu stehen und Hilfestellung zu geben.
Hier auf dem örtlichen Spielplatz. 
Immer und immer wieder.

So, wie es gerade Mama und Papa von Klein-Konstanze (*Name von der Autorin geändert 😉 ) gerade tun.
Absolut hingebungsvoll ermutigen beide (!) das unbeholfene schüchterne Mädchen – vermutlich (nein ganz sicher!) das erste Kind – den Schwung die kurze, metallene Rutsche hinunter zu wagen.

„Möchtest Du es nicht noch einmal versuchen, mein Schatz?“

spricht Konstanze-Papa im absolut korrekten Hochdeutsch.

Konstanze-Mutter, Enddreißigerin im Seidentuch, zückt derweil die Apfelschnitzchen und Feuchttücher.
Stets darum bemüht, das kleine Kind so hygienisch rein wie nur möglich zu belassen.
„Die sind nicht von hier“
muss ich in diesem Moment unweigerlich denken.

Besuch aus dem feinen Norden, vermutlich Großstadt, so stelle ich mir das schon eher vor.

Und ganz sicherlich wird Konstanze-Mutter in den nächsten Monaten bereits wieder voll in’s Berufsleben einsteigen und nahtlos die führende Position eines großen Konzerns wieder übernehmen.
Konstanze wird ihre Apfelschnitzchen von einer staatlich geprüften Tagesmutter bekommen und ebenfalls von dieser die Kieselsteine aus den piekfeinen Schühchen gepustet bekommen.

Nun, dem Alter, in dem ich an der Rutsche Hilfestellung geben muss, bin ich längst entwachsen.
Während ich also hingegen mit meiner Latte auf der Bank in der Sonne sitze, werden alle jäh aus ihrem emsigen Treiben gerissen:
mehr „Solange ich noch auf dem Spielplatz sitzen darf – Zukunftsgedanken“

Ich bin nicht gut genug.

48+

Vor ein paar Tagen spielte ich noch die vorbildliche Hausfrau, heute fühle ich mich nicht gut genug.
Und während ich versuche, diese Zeilen hier zu schreiben – und zu verfassen, was da innerlich in mir vor geht, sitzen zwei Mädels neben mir. Genau genommen sitzen die zwei jetzt am Montag-Vormittag nur deshalb neben mir, weil ich einfach „nicht gut genug“ bin!
In Allem!

Ich mache vieles, aber nie etwas richtig und hunderprozentig perfekt.
Was einen ordnungsliebenden Perfektionisten – der insgeheim ganz tief innerlich noch immer in mir wohnt – schon ein wenig wurmen kann. Denn es mag mir einfach nicht mehr gelingen all‘ meinen an mich selbst gerichteten Ansprüchen gerecht zu werden!
Warum aber sitzen jetzt die Mädchen neben mir und befinden sich nicht in Kita und Schule?
Weil-ich-nicht-gut-genug-bin!

Nicht gut genug im Entscheidungen treffen

Ich hätte es heute drehen und wenden können, die richtige Entscheidung zu treffen – es wäre mir nicht gelungen! mehr „Ich bin nicht gut genug.“

Der perfekte Morgen

34+

„Was beschäftigt Dich?“, fragt mich das „Dashboard“ auf dem PC.
Gedacht ist diese Funktion für sogenannte „Schnelle Entwürfe“.
Gedanken, die dazwischenfunken und schnell notiert werden möchten.

Also eigentlich genau das Richtige für mich, denn von diesen ungebetenen, plötzlichen Gedanken habe ich viele.
Nur kommen die meistens nicht dann, wenn ich gerade vorm Rechner sitze um in’s Dashboard zu notieren.
Ich weiß meistens so spontan gar nicht wohin damit, so dass ich sie irgendwo in meinem Mail-Fach einfach schnell unter „Entwürfe“ abspeichere.

Denn auch wenn ich durchaus von der Existenz diverser Handy-Notizfunktionen & Co. weiß, ist dies die für mich effektivste Methode, schnelle Gedanken zu notieren: In meinen Mails.

Doch macht mir die Sache eines heute erneut bewusst:

Darum geht es für mich hauptsächlich beim Bloggen!

Um das Notieren und Festhalten von Gedanken.
Alltagssorgen, Muttergefühle, Dinge, die nicht so günstig liefen – ich möchte all‘ das festhalten.

Für mich, für Euch! Ich möchte aufzeigen, WAS diese ganze Mutter-Kiste manchmal bedeutet und in unserem Gefühlsleben anrichtet.
Ich möchte schnelle Geistesblitze notieren können, damit sie nicht doch in die Vergessenheit geraten.
Und auf diesem Blog hier nur noch Buchrezensionen und Werbe-Kooperationstexte auftauchen.
Ich möchte nicht den Blick, die Spontaneität und die Leidenschaft für die eigentliche Sache verlieren!

Was würde ich also heute morgen in’s „Dashboard“ notieren?

Es könnte vielleicht in ungefähr so ausschauen:

„Ich wünschte mir nur ein einziges Mal den perfekten Morgen!“

mehr „Der perfekte Morgen“