Zum Teufel mit dem Feminismus! Oder doch nicht?

18+

Ich bin gerade zu Hause – wie so oft am Nachmittag – und trinke Tee.
(Kann ja nicht immer nur Kaffee 😉 )
Dabei falte ich „seine“ Unterhosen und werde mich gleich im Anschluss „seinen“ Hemden widmen.
Zuvor habe ich für unsere (Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass ich hier jetzt auch „seine“ schreibe!) Kinder Mittagessen gekocht und eine gefühlte Ewigkeit das Massaker in Küche und Essbereich wieder aufgeräumt.

Selbstverständlich kniete ich dabei auch auf allen Vieren, mit dem alten Spüllappen in der Hand, und nahm Apfel-Brei vom Fussboden auf. Nachher muss ich mit dem Gymnasiasten Erdkunde lernen, die Klos warten bereits seit drei Tagen auf eine ordnungsgemäße Grundsanierung – und die Kleinste wünscht Einhörner zu füttern.
Irgendwann diese Woche wird mich das Mama-Taxi abermals zum Fussball-Platz zwingen – und seit Monaten verspreche ich der Kleinsten mit ihr einmal den Ballett-Kurs anzuschauen (ich habe es wirklich noch nicht geschafft!).

Das sind alles meine Aufgaben!
Nicht, weil es irgendwo geschrieben steht – das tut es nur bei den kleineren Haushalts-Aufgaben der Kinder – sondern weil ich es als meine Aufgaben sehe!
Weil ich die Kämpferin (und ich nenne mich jetzt bewusst so!) bin, die hier an der Front fuchtelt und strampelt – und dabei dem Mann bedingungslos den Rücken frei hält.
Weil ich es so wollte und frei wählte.
Weil wir es so wollten.
Nicht aber bin ich deshalb dumm und primitiv, rückständig oder gar naiv (naja, das vielleicht schon 😉 ). mehr „Zum Teufel mit dem Feminismus! Oder doch nicht?“

Von Berufs wegen Mutter

26+

Ich habe mich verloren in letzter Zeit.
Erneut.
So glücklich ich das vergangene Wochenende auch war, so sehr ich die letzten warmen Spät-Sommertage genießen konnte und ich meine eigene Familie aus tiefstem Herzen liebe – fühle ich mich dieser Tage dennoch nicht vollständig.

Abermals fühle ich mich rastlos auf der Suche.
Nach Lösungen, Mitteln und neuen Wegen.
Neue Herzens-Wünsche keimen in mir auf, welche ich allein aus rationalen Gründen verdrängen und für immer verbannen sollte.
Zweifel tun sich auf und mein seit jeher wackeliges Gerüst des Selbstwertgefühls schwankt kläglich in den ersten Herbststürmen hin und her.

Noch versuche ich die Balance zu halten, fange Karten eines instabilen Kartenhäuschens wieder auf – und kitte zerbrochene Träume.
Noch versuche ich mit aufrechtem Gang und geraden Schultern meinen ganz eigenen Rucksack zu tragen und immer stoisch nach vorne zu schauen.
Und stolpere mindestens einmal im Monat über garstige Wurzeln, werde von mir selbst ausgebremst – und muss mit Tränchen in den Augen auf dem alten Baumstumpf Rast machen.
(Sorry! Not Sorry- steh‘ irgendwie auf diese Waldweg-Metaphern! 😉 ).

Wer bin ich und was will ich? mehr „Von Berufs wegen Mutter“

Der erste Schultag nach den Ferien: Warum ich mich nie freuen kann

38+

Kennt Ihr dieses Foto welches alljährlich nach den Sommerferien via WhatsApp & Co. die Runde macht?
Das, welches niedergeschlagene Kinder neben einer höchst erfreut in die Luft springenden Mutter zeigt?
Das ultimative Symbol-Bild für den Schulstart?
Ist witzig, das gebe ich zu.
Stimmt aber nicht!

Vielleicht fühlt sich eine Mutter nach sechs Wochen Sommerferien auch für einen Bruchteil der Sekunde genau so.
Ist also davon auszugehen, dass es sich hier um eine spaßige Momentaufnahme handelt, dann war auch mir kurz zum in die Luft springen.
Doch hält dieser kleine Moment der Euphorie nur sehr kurz an.

Zumindest ist es bei mir so.

Denn der Erfinder eben jenes lustigen Bildchens vergass‘ dabei die unentdeckten, selten erforschten und des Öfteren nicht nachvollziehbaren Windungen des mütterlichen Hirns.
Verbunden mit dem, was Frau „Gefühle“ nennt.

Ich bin traurig und von der Situation überrumpelt mehr „Der erste Schultag nach den Ferien: Warum ich mich nie freuen kann“

Heute will ich Hausfrau sein! – Kartoffel-Brokkoli-Gratin

15+

Heute bin ich häuslich. Nein ehrlich!
Heute möchte ich das volle Programm! Voll muttiviert will ich heute all‘ meinen hausfraulichen Pflichten nachkommen.
Ohne Ablenkung und Ausschweife, höchst konzentriert und pflichtbewusst.
Denn schließlich brauch‘ ich eine Ausrede. Und zwar sofort!

Muss Gedanken und Fragen verdrängen und Lösungswege mit einem Berg übereinander geworfener Schuhe und alter Kochbücher versperren.
Weil ich gerade keine Lösung finden will!
Ich muss mich nämlich jetzt gerade vor mir selbst rechtfertigen und in diesem aktuellen Moment „ober-wichtigen“, „unaufschiebbaren“ Aufgaben nachkommen.
Denn finde ich sonst die Hausarbeit als eher lästige und leicht Hirn-amputierte Last
(komischerweise entstehen dabei immer die besten Ideen! 😉 )  kommt sie mir heute gerade Recht.

Wann bin ich häuslich?

Häuslich bin ich meist an solchen Tagen, an denen eigentlich viel wichtigere Dinge anstehen. mehr „Heute will ich Hausfrau sein! – Kartoffel-Brokkoli-Gratin“

Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag

9+

Heute ist also Weltfrauentag.
Und warum fühle ich mich ausgerechnet heute wie ein begossener Pudel mitten im strömenden Regen? 😉
Weil ich es nun einmal bin, die – Emanzipation hin oder her – die Kinder von Schule und Kita abholt. Im Starkregen.
Und zwar von Herzen gerne!
MIT Kuschel-Einhorn unter’m Arm und einer kleinsten Tochter, die sich währenddessen trotzig im höchst konzentrierten Schlammpfützen-Diving übt!

Aber Hey! Das hab‘ ich ja wohl heute im Griff!
Denn heute – und zwar nur heute – hab‘ ich das Sagen. Oder so ähnlich.
Und da anscheinend zu diesem Tag wohl jeder seinen Senf dazu geben muss, möchte ich das an dieser Stelle nicht missen! 😉
Geflutet und benebelt von bahnbrechenden Weisheiten und kraftspendenden Mutmachern, von Mucki-Emojis und Herzen.
Von Blumensträußen und Gratulationen zum weiblichen Geschlecht! Auf allen möglichen Kanälen.

Das nervt! Und nimmt einem solchen Tag schon wieder das Besondere. Lenkt vom eigentlichen Sinn ab. mehr „Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag“

Nur eine Mutter?

16+

Keine Bezeichnung scheint heutzutage mehr gefürchtet und niederschmetternder als die,
„nur eine Mutter“ zu sein.
Es kommt mir so vor, dass wir Frauen in der heutigen Zeit nichts auf der Welt mehr bangen, als in diese eine Schublade gesteckt zu werden. Als so zu bezeichnet zu werden!

Ein „nur“ zu sein und ein Namens- und Identitäts-loser Begriff.
Auf das „Mutter“ sollte mindestens ein „und“ noch folgen!
Und im Idealfall stelle dieses „und“ bitte sehr schon einmal gar nicht „Hausfrau“ dar.

Es geht mir ja selbst so, denn als „nur Mutter“ bezeichnet zu werden oder sich gar selbst an dunklen Tagen als solche zu sehen, nix scheint deprimierender, kontraproduktiver und sogar ein klein wenig schädlicher!
Für uns, für unser Seelenleben, fürs Selbstwertgefühl, für die Sicht auf das eigene Ich!

Die Bezeichnung „Mutter“

Mir selbst ist in der Vergangenheit oft aufgefallen, dass insbesondere bei Terminen, die mit den Kindern zu tun haben, in Gesprächs-Protokollen & Notizen immer nur die Rede von „der Mutter“ ist. mehr „Nur eine Mutter?“

„Call me lazy“ Mommy-Wars

6+

Gestatten:
Ich bin die Frau, die nicht arbeiten geht und kein Geld verdient. Die „frustrierte Hausfrau“. Ja, auch so wurde ich schon einmal genannt! Die „Faule“ von Nebenan, die eine Putzfrau (die gar keine ist!) zum Fenster-Putzen und Rasen-Mähen bestellt. Damit sie weiter gemütlich auf der Couch Latte schlürfen kann und blödsinnige Texte über ihr intimstes Privatleben im Internet verbreiten kann. Denn was früher der Wirt, ist heute der Blogger! Wer nix wird, wird Wirt – und die gelangweilte unterforderte Hausfrau und Dreifachmutter nennt sich heute eben Bloggerin!

Und ich hasse den Begriff Hausfrau! Der existiert nicht, wie ich bereits schon mehrfach erwähnt habe!

Nun, heute möchte ich an meinem ganz persönlichen Beispiel einmal erklären warum. mehr „„Call me lazy“ Mommy-Wars“