Was Mütter so machen: Von allem ein bisschen

17+

Freitag-Nachmittag.
Lautstark ertönt Big Ben.
Und unverschämt grausam flutet unverzüglich garstiges Adrenalin den eigenen Körper – und lässt mich zusammenzucken. 

Orientierungslos blicke ich mich um, versuche Gedanken zu sortieren – und vor allem meinen ganz eigenen Aufenthaltsort klar zu machen.

Es dauert viele weitere Sekunden, bis ich raffe, dass der Big Ben unsere eigene Klingel-Anlage ist (jaaa, nach acht Jahren haben auch wir endlich eine Klingel – ich hasse den Ton schon jetzt!) und ich mich auf der heimischen Couch befinde.
Direkt neben der Kleinsten.

Der neueste Computer-animierte Kinderfilm dudelt im Hintergrund auf Netflix und Handy sowie Haarspange liegen neben mir auf dem Kissen.
Gleich neben diesem eigenartigen Sabber-Tropfen.
Ich muss wohl eingeschlafen sein.

Wie so oft bin ich Freitags-Nachmittags nahezu erschlagen, völlig erledigt von der vergangenen Woche.
Wenngleich es mir ebenso stets schwer fällt, überhaupt zusammenzufassen, was um alles in der Welt ich eigentlich alles in den letzten Tagen getrieben habe!?

Und wenn ich so versuche,  an die vergangene Woche zurück zu denken, fällt mir auf, dass ich vor allem Eines war: 

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Ich wollt‘ nur einkaufen geh’n: Wenn Gefühle entgleisen

13+

Zähflüssig und dennoch unaufhaltsam bahnt sich das Gemisch aus durchsichtigem Glibber und penetrantem Orange seinen Weg gen Fussboden.

Nicht ohne dabei die von mir eben noch ahnungslos geöffnete Türe des Gefrierfaches herunter zu rinnen und ebenfalls ohne Halt vor sämtlichen Ritzen, Öffnungen und Dichtungsgummis zu machen.
Es ist einfach überall!

Das blöde, verflixte Ei!

Und während ich da auf allen Vieren auf dem Fussboden herumrutsche, verzweifelt darum bemüht, Herr der schier aussichtslosen Lage zu werden, fühle ich mich gerade vom Schicksal verarscht!
Ach was, vom ganzen Universum fühle ich mich gerade überaus veräppelt! Ihr kennt diesen Spruch mit den kleinen Sünden.

Denn Fakt ist, ich befände mich in keinem Eier-Desaster, hätte ich nicht wenige Minuten zuvor mit voller Wucht und Inbrunst die Kühlschrank-Türe zu gehauen. mehr „Ich wollt‘ nur einkaufen geh’n: Wenn Gefühle entgleisen“