Und eitel stirbt das Muttertier

14+

Und ich soll meine wunderschöne Frau grüßen….“

Ungläubig und entgeistert blicke ich den Gatten an.
Fast schon darum bemüht, nicht das soeben in den Mund geschobene Stückchen Käse ob der Entrüstung und des puren Entsetzens wieder zu verlieren.
Der verarscht mich hier jetzt!!!

Ja, ich komme nicht umhin, Derartiges zu denken.
Würde ich es nicht besser wissen – und die Frau, von dieser jener Gruß stammt, selbst kennen.

Doch kommt diese Aussage in einer Zeit, in der ich unentwegt dagegen steuern muss.
Gegen innere Unsicherheiten und gegen das Gefühl, mich und das eigene Selbstwertgefühl nur noch gerade so greifen zu können.
Mit den in die Jahre gekommenen Fingern und dem abgesplitterten Nagellack versteht sich! 😉

Wieso sagt sie so etwas?
Und vor allem, wieso kann ich das eigentlich nicht glauben? mehr „Und eitel stirbt das Muttertier“

Von Berufs wegen Mutter

22+

Ich habe mich verloren in letzter Zeit.
Erneut.
So glücklich ich das vergangene Wochenende auch war, so sehr ich die letzten warmen Spät-Sommertage genießen konnte und ich meine eigene Familie aus tiefstem Herzen liebe – fühle ich mich dieser Tage dennoch nicht vollständig.

Abermals fühle ich mich rastlos auf der Suche.
Nach Lösungen, Mitteln und neuen Wegen.
Neue Herzens-Wünsche keimen in mir auf, welche ich allein aus rationalen Gründen verdrängen und für immer verbannen sollte.
Zweifel tun sich auf und mein seit jeher wackeliges Gerüst des Selbstwertgefühls schwankt kläglich in den ersten Herbststürmen hin und her.

Noch versuche ich die Balance zu halten, fange Karten eines instabilen Kartenhäuschens wieder auf – und kitte zerbrochene Träume.
Noch versuche ich mit aufrechtem Gang und geraden Schultern meinen ganz eigenen Rucksack zu tragen und immer stoisch nach vorne zu schauen.
Und stolpere mindestens einmal im Monat über garstige Wurzeln, werde von mir selbst ausgebremst – und muss mit Tränchen in den Augen auf dem alten Baumstumpf Rast machen.
(Sorry! Not Sorry- steh‘ irgendwie auf diese Waldweg-Metaphern! 😉 ).

Wer bin ich und was will ich? mehr „Von Berufs wegen Mutter“

Leise

12+

„Schreib‘ am Besten jetzt mal was Lustiges“
sagte der Mann auf meine Frage, wie es in diesen Tagen auf jenem Blog hier weiter gehen soll.
Denn ganz ehrlich? Ich wusste es nicht wirklich.
Das Einzige, was ich weiß ist, dass es weiter geht und auch sehr bald schon wieder in der gewohnten Art und Weise.
Dafür liebe ich dieses „Baby“ viel zu sehr!
Dafür warten zu viele spannende Projekte, wartet mein ganz eigenes Leben! 

Dafür schreibe, albere und lache ich viel zu gerne!

Doch dieser Tage? Möchte ich es einfach noch nicht.
Normal weitermachen.

Ich möchte noch ein klein wenig leise sein. Nur ein bisschen noch. 
Es sind aktuell einfach zu viele Gefühle und Gedanken, die ihren Raum in meinem Leben einnehmen. mehr „Leise“

Ich bin nicht gut genug.

48+

Vor ein paar Tagen spielte ich noch die vorbildliche Hausfrau, heute fühle ich mich nicht gut genug.
Und während ich versuche, diese Zeilen hier zu schreiben – und zu verfassen, was da innerlich in mir vor geht, sitzen zwei Mädels neben mir. Genau genommen sitzen die zwei jetzt am Montag-Vormittag nur deshalb neben mir, weil ich einfach „nicht gut genug“ bin!
In Allem!

Ich mache vieles, aber nie etwas richtig und hunderprozentig perfekt.
Was einen ordnungsliebenden Perfektionisten – der insgeheim ganz tief innerlich noch immer in mir wohnt – schon ein wenig wurmen kann. Denn es mag mir einfach nicht mehr gelingen all‘ meinen an mich selbst gerichteten Ansprüchen gerecht zu werden!
Warum aber sitzen jetzt die Mädchen neben mir und befinden sich nicht in Kita und Schule?
Weil-ich-nicht-gut-genug-bin!

Nicht gut genug im Entscheidungen treffen

Ich hätte es heute drehen und wenden können, die richtige Entscheidung zu treffen – es wäre mir nicht gelungen! mehr „Ich bin nicht gut genug.“

Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.

22+

„Zerstreute Elternschaft“. So steht es schwarz auf weiß gedruckt in der Zeitschrift.
In der Zeitschrift, welche neben mir auf dem Esstisch liegt.
Neben dem zur Seite geschobenen Geschirr vom Abendbrot, zerknüllten Feuchttüchern und abgezogenen Wursthäuten.

Die Zeitschrift, die auch nur deshalb gerade da auf dem Tisch liegt, weil mein Handy im Schlafzimmer am Ladekabel hängt!
Denn wäre dem nicht so, ich wage zu behaupten:
Auch jene Zeitschrift würde ungelesen zum Altpapier-Stapel wandern. Wie so viele schon zuvor.
Was mich gleichermaßen nachdenklich und ein klein wenig traurig stimmt.

Denn ich würde stattdessen höchstwahrscheinlich genau jetzt gelangweilt scrollen.

Würde Instagram-Bildchen glotzen, schnell Facebook checken, Mails und Whatsapp-Nachrichten lesen, die Headlines der Online-Ausgabe der Tageszeitung überfliegen oder die Besucherstatistik dieses Blogs abrufen.
Alles belanglose und weniger anspruchsvolle Dinge.

Weil ich gerade müde vom anstengenden Tag bin und die Kinder jetzt gerade friedlich auf dem Wohnzimmer-Teppich spielen.
So wie sie es immer nach dem Abendessen tun.
Und weil wir Erwachsenen in solchen Momenten, in den kleinen Pausen zwischendurch, immer zum Handy greifen!
In der Meinung irgendwie doch effektiv sein zu müssen, jede freie Minute des Tages ausschöpfen zu müssen.

Um bloß keinen geistigen Leerlauf zuzulassen!

Den Kindern einfach mal entspannt beim Spielen zukucken? Nix tun? Wozu?
Merken die doch gerade eh nicht!

Weil es für UNS schön sein könnte! Verdammt!

mehr „Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.“

Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag

9+

Heute ist also Weltfrauentag.
Und warum fühle ich mich ausgerechnet heute wie ein begossener Pudel mitten im strömenden Regen? 😉
Weil ich es nun einmal bin, die – Emanzipation hin oder her – die Kinder von Schule und Kita abholt. Im Starkregen.
Und zwar von Herzen gerne!
MIT Kuschel-Einhorn unter’m Arm und einer kleinsten Tochter, die sich währenddessen trotzig im höchst konzentrierten Schlammpfützen-Diving übt!

Aber Hey! Das hab‘ ich ja wohl heute im Griff!
Denn heute – und zwar nur heute – hab‘ ich das Sagen. Oder so ähnlich.
Und da anscheinend zu diesem Tag wohl jeder seinen Senf dazu geben muss, möchte ich das an dieser Stelle nicht missen! 😉
Geflutet und benebelt von bahnbrechenden Weisheiten und kraftspendenden Mutmachern, von Mucki-Emojis und Herzen.
Von Blumensträußen und Gratulationen zum weiblichen Geschlecht! Auf allen möglichen Kanälen.

Das nervt! Und nimmt einem solchen Tag schon wieder das Besondere. Lenkt vom eigentlichen Sinn ab. mehr „Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag“

Nur eine Mutter?

16+

Keine Bezeichnung scheint heutzutage mehr gefürchtet und niederschmetternder als die,
„nur eine Mutter“ zu sein.
Es kommt mir so vor, dass wir Frauen in der heutigen Zeit nichts auf der Welt mehr bangen, als in diese eine Schublade gesteckt zu werden. Als so zu bezeichnet zu werden!

Ein „nur“ zu sein und ein Namens- und Identitäts-loser Begriff.
Auf das „Mutter“ sollte mindestens ein „und“ noch folgen!
Und im Idealfall stelle dieses „und“ bitte sehr schon einmal gar nicht „Hausfrau“ dar.

Es geht mir ja selbst so, denn als „nur Mutter“ bezeichnet zu werden oder sich gar selbst an dunklen Tagen als solche zu sehen, nix scheint deprimierender, kontraproduktiver und sogar ein klein wenig schädlicher!
Für uns, für unser Seelenleben, fürs Selbstwertgefühl, für die Sicht auf das eigene Ich!

Die Bezeichnung „Mutter“

Mir selbst ist in der Vergangenheit oft aufgefallen, dass insbesondere bei Terminen, die mit den Kindern zu tun haben, in Gesprächs-Protokollen & Notizen immer nur die Rede von „der Mutter“ ist. mehr „Nur eine Mutter?“

Der Arsch in mir: Warum Mutter-sein manchmal „sucks“

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Zornesrot funkelt er mich an. Mein Größter. Schreit mich mit zitternder, bebender Stimme an: „EY! Du bist SO doof!“

Bämm! Mitten in’s Gesicht! Das saß.
Und jetzt muss ich es sein. Ich muss jetzt der Arsch sein.
Der Arsch der reagiert, agiert und als Spielverderber in Person fungiert.
Aber das bin ich ja bereits. Pardon. Doof natürlich! Ich meinte ich bin doof.
Geht man zumindest nach dem pupertären Halbstarken. Ja, ich werde den Begriff „vorpupertär“ in diesem Zusammenhang nicht mehr verwenden! Denn wir sind hier definitiv eine Ebene weiter. mehr „Der Arsch in mir: Warum Mutter-sein manchmal „sucks““