Ich bin nicht gut genug.

47+

Vor ein paar Tagen spielte ich noch die vorbildliche Hausfrau, heute fühle ich mich nicht gut genug.
Und während ich versuche, diese Zeilen hier zu schreiben – und zu verfassen, was da innerlich in mir vor geht, sitzen zwei Mädels neben mir. Genau genommen sitzen die zwei jetzt am Montag-Vormittag nur deshalb neben mir, weil ich einfach „nicht gut genug“ bin!
In Allem!

Ich mache vieles, aber nie etwas richtig und hunderprozentig perfekt.
Was einen ordnungsliebenden Perfektionisten – der insgeheim ganz tief innerlich noch immer in mir wohnt – schon ein wenig wurmen kann. Denn es mag mir einfach nicht mehr gelingen all‘ meinen an mich selbst gerichteten Ansprüchen gerecht zu werden!
Warum aber sitzen jetzt die Mädchen neben mir und befinden sich nicht in Kita und Schule?
Weil-ich-nicht-gut-genug-bin!

Nicht gut genug im Entscheidungen treffen

Ich hätte es heute drehen und wenden können, die richtige Entscheidung zu treffen – es wäre mir nicht gelungen! mehr „Ich bin nicht gut genug.“

Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.

22+

„Zerstreute Elternschaft“. So steht es schwarz auf weiß gedruckt in der Zeitschrift.
In der Zeitschrift, welche neben mir auf dem Esstisch liegt.
Neben dem zur Seite geschobenen Geschirr vom Abendbrot, zerknüllten Feuchttüchern und abgezogenen Wursthäuten.

Die Zeitschrift, die auch nur deshalb gerade da auf dem Tisch liegt, weil mein Handy im Schlafzimmer am Ladekabel hängt!
Denn wäre dem nicht so, ich wage zu behaupten:
Auch jene Zeitschrift würde ungelesen zum Altpapier-Stapel wandern. Wie so viele schon zuvor.
Was mich gleichermaßen nachdenklich und ein klein wenig traurig stimmt.

Denn ich würde stattdessen höchstwahrscheinlich genau jetzt gelangweilt scrollen.

Würde Instagram-Bildchen glotzen, schnell Facebook checken, Mails und Whatsapp-Nachrichten lesen, die Headlines der Online-Ausgabe der Tageszeitung überfliegen oder die Besucherstatistik dieses Blogs abrufen.
Alles belanglose und weniger anspruchsvolle Dinge.

Weil ich gerade müde vom anstengenden Tag bin und die Kinder jetzt gerade friedlich auf dem Wohnzimmer-Teppich spielen.
So wie sie es immer nach dem Abendessen tun.
Und weil wir Erwachsenen in solchen Momenten, in den kleinen Pausen zwischendurch, immer zum Handy greifen!
In der Meinung irgendwie doch effektiv sein zu müssen, jede freie Minute des Tages ausschöpfen zu müssen.

Um bloß keinen geistigen Leerlauf zuzulassen!

Den Kindern einfach mal entspannt beim Spielen zukucken? Nix tun? Wozu?
Merken die doch gerade eh nicht!

Weil es für UNS schön sein könnte! Verdammt!

mehr „Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.“

Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag

9+

Heute ist also Weltfrauentag.
Und warum fühle ich mich ausgerechnet heute wie ein begossener Pudel mitten im strömenden Regen? 😉
Weil ich es nun einmal bin, die – Emanzipation hin oder her – die Kinder von Schule und Kita abholt. Im Starkregen.
Und zwar von Herzen gerne!
MIT Kuschel-Einhorn unter’m Arm und einer kleinsten Tochter, die sich währenddessen trotzig im höchst konzentrierten Schlammpfützen-Diving übt!

Aber Hey! Das hab‘ ich ja wohl heute im Griff!
Denn heute – und zwar nur heute – hab‘ ich das Sagen. Oder so ähnlich.
Und da anscheinend zu diesem Tag wohl jeder seinen Senf dazu geben muss, möchte ich das an dieser Stelle nicht missen! 😉
Geflutet und benebelt von bahnbrechenden Weisheiten und kraftspendenden Mutmachern, von Mucki-Emojis und Herzen.
Von Blumensträußen und Gratulationen zum weiblichen Geschlecht! Auf allen möglichen Kanälen.

Das nervt! Und nimmt einem solchen Tag schon wieder das Besondere. Lenkt vom eigentlichen Sinn ab. mehr „Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag“

Nur eine Mutter?

16+

Keine Bezeichnung scheint heutzutage mehr gefürchtet und niederschmetternder als die,
„nur eine Mutter“ zu sein.
Es kommt mir so vor, dass wir Frauen in der heutigen Zeit nichts auf der Welt mehr bangen, als in diese eine Schublade gesteckt zu werden. Als so zu bezeichnet zu werden!

Ein „nur“ zu sein und ein Namens- und Identitäts-loser Begriff.
Auf das „Mutter“ sollte mindestens ein „und“ noch folgen!
Und im Idealfall stelle dieses „und“ bitte sehr schon einmal gar nicht „Hausfrau“ dar.

Es geht mir ja selbst so, denn als „nur Mutter“ bezeichnet zu werden oder sich gar selbst an dunklen Tagen als solche zu sehen, nix scheint deprimierender, kontraproduktiver und sogar ein klein wenig schädlicher!
Für uns, für unser Seelenleben, fürs Selbstwertgefühl, für die Sicht auf das eigene Ich!

Die Bezeichnung „Mutter“

Mir selbst ist in der Vergangenheit oft aufgefallen, dass insbesondere bei Terminen, die mit den Kindern zu tun haben, in Gesprächs-Protokollen & Notizen immer nur die Rede von „der Mutter“ ist. mehr „Nur eine Mutter?“

Der Arsch in mir: Warum Mutter-sein manchmal „sucks“

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Zornesrot funkelt er mich an. Mein Größter. Schreit mich mit zitternder, bebender Stimme an: „EY! Du bist SO doof!“

Bämm! Mitten in’s Gesicht! Das saß.
Und jetzt muss ich es sein. Ich muss jetzt der Arsch sein.
Der Arsch der reagiert, agiert und als Spielverderber in Person fungiert.
Aber das bin ich ja bereits. Pardon. Doof natürlich! Ich meinte ich bin doof.
Geht man zumindest nach dem pupertären Halbstarken. Ja, ich werde den Begriff „vorpupertär“ in diesem Zusammenhang nicht mehr verwenden! Denn wir sind hier definitiv eine Ebene weiter. mehr „Der Arsch in mir: Warum Mutter-sein manchmal „sucks““