Es ist mir zu viel und geht mir zu schnell – Ehrliche Worte zu den aktuellen Lockerungen

Vor wenigen Stunden noch traute ich mich nicht, diese Zeilen hier öffentlich zu schreiben und mich dazu zu bekennen.

Besser verdrängte ich meine ganz eigenen Gedanken, fühlte ich mich doch als Sonderling und eigenbrötlerischer Miesepeter.
Als der Spielverderber der ganzen Sache.

Also hielt ich mich zurück und Finger still, haute eben nicht in die Tasten, was mich bewegte.

Und dann kam ohnehin dieser verrückte Tag mit viel Tamtam, Dreck und eben  „Wischen“ ( 😉 ) dazwischen – und meine Überlegungen gerieten in den Hintergrund.

Doch als ich vorhin – nachdem ich bereits völlig erschöpft auf der Couch eingeschlafen war – wieder aufwachte, blinkte mir ein Instagram-Post einer lieben Blogger-Kollegin entgegen und bestärkte mich in meinen Gedanken.

Und zeigte mir vor allem auf, dass ich mit meiner Denkweise NICHT alleine bin!

Dass ich mich nicht hätte komisch fühlen müssen, als ich am frühen Morgen verächtlich die Nase rümpfte.
Im Auto, kurz nachdem ich die Kleinste in die Grundschule gebracht hatte.

Was ich hörte, gefiel mir nicht…

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Deutschland macht locker – Und was hat sich bei uns verändert? – Corona-Tagebuch – Tag 60

Möchte man einen Luftballon kaputt machen gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder sticht man beherzt zu – und lässt das Ding mit großem Knall und Tamtam zerbersten.
Oder aber Frau schneidet klammheimlich den unteren, zugeknoteten Zipfel mit der Schere ab.
Ganz langsam und leise verpufft dann die Luft, ohne dass es zu sehr weh tut.

Und glaubt mir, ich weiß wovon ich schreibe!
Musste ich in der Vergangenheit doch etliche Ballons nach Wochen des Dahin-Kullerns im heimischen Wohnzimmer heimlich beseitigen. 😉

Auch unsere Familien-Blase verpufft langsam und bekommt erste offene Stellen.

Nix ändert sich mit einem großen Schlag – und das ist auch gut so – aber es finden sehr wohl Veränderungen statt.

Unser Universum dehnt sich aus, vorsichtig strecken wir die Hand aus – und lassen weitere Menschen wieder in unser Leben. more „Deutschland macht locker – Und was hat sich bei uns verändert? – Corona-Tagebuch – Tag 60“

8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52

Bevor heute wichtige Entscheidungen und bahnbrechende Änderungen verkündet werden, muss ich doch noch einmal ganz schnell mit einem Blogbeitrag dazwischen grätschen!

Weil’s mich einfach gerade zu sehr beschäftigt und ein klitzekleines bisschen das Herz schwer macht – und die Äuglein feucht werden lässt.

Denn nicht alles war schlecht die vergangenen Wochen!

Wir waren gesund und hatten uns – für mich zwei kostbare Tatsachen, die es einfach nicht auszublenden gilt!
Das hat diese besondere Zeit nicht verdient!

Aber es gibt noch so viel mehr Dinge, die ich in einem neuen, alten Alltag schmerzlichst vermissen werde.

Hier meine ganz persönlichen acht Dinge: more „8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52“

Nachrichtenflut: Dann haut Euch doch die Köpfe ein – Corona-Tagebuch – Tag 51

Ich habe heute Gartenarbeit gemacht.
Dabei hasse ich Gartenarbeit.
Ehrlich!

Ich habe keine Ahnung, was mit Grünzeug aller Art anzustellen ist und welches davon es zu eliminieren – oder lieber zu hegen und pflegen gilt.
Pflanzen werden von mir entweder ersäuft – oder sterben eines kläglichen Dürre-Todes.

Und pflanze ich einmal mit den Kindern im Hochbeet etwas an, wachsen und gedeihen Blätter eigenartigen Ursprungs deren Identifikation mir – zumindest bis dato – schier unmöglich ist! 😉

Ich entscheide lediglich nach Optik, welches Kraut milde von mir übersehen und welches energisch aus Fugen und Mulch gerupft wird – und ebenso planlos gehe ich üblicherweise mit der Garten-Schere vor.

Heute aber bin ich besonders tatkräftig im Umgang mit der Schere.

Ohne Sinn und Verstand fuchtele ich um mich,  kürze und stopfe Zweige in die Bio-Tonne.

Warum aber mache ich das?

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Reizüberflutet – #CoronaEltern: Hört auf zu meckern – Corona-Tagebuch – Tag 37

„Schuhu! Schuhu!“
„Kuck mal Mama wie meine Eule fliegen kann!“
„Schau, gleich fliegt sie die Treppe runter!“
„Kuck! Kuhuuuck!“

Sekunden später flattert geschnippeltes und geklebtes Papier im Eiltempo in’s Untergeschoss.

„Ja, ja, voll schön!“

höre ich mich hastig murmeln, ohne wirklich hinzukucken.
Und das tut mir leid.
Aber ich kann gerade nicht.
Denn ich werde unterbrochen.

„Mamaaa!“
„Du musst mir mal mit der Aufgabe hier helfen“

Die große Tochter hockt am Schreibtisch und braucht kurz Hilfestellung.
Das braucht sie meistens auch wirklich nur kurz – und dennoch stöhne ich entnervt auf.
Das tut mir ebenfalls leid.

Zwei Zimmer weiter höre ich einen wütenden Aufschrei – und die Faust des Sohnes haut frustriert auf den Tisch.
Und ich zucke beim Geräusch zusammen.
Das Lyrics-Programm für den Englisch-Unterricht funktioniert nicht.
Wir blöken uns daraufhin gegenseitig an – und es tut mir leid.

„Du darfst nicht so gereizt sein, das färbt alles auf die Kinder ab“

höre ich den Gatten sagen.

Ich atme und zähle.
Schließe die Augen und wünsche mich an einen anderen Ort. Ganz weit weg von allen.

Ich fühle mich Reiz-überflutet!

Heute fühle ich mich eigenartig aggressiv und Reiz-überflutet. more „Reizüberflutet – #CoronaEltern: Hört auf zu meckern – Corona-Tagebuch – Tag 37“