Drei Beine

Samstag-Nachmittag. Draußen hat es gerade begonnen zu regnen.
Doch kommt mir der Regen gerade recht. Ja, ich will jetzt raus! Will laufen. Ganz alleine die Runde um den Lieblings-See drehen. Denn fast muss ich ein ganz kleines bisschen zugeben: Leichtes Regenwetter ist mir manchmal sogar ganz lieb zum Laufen.

Denn dann bin ich wirklich alleine!
Kann Gedanken schweifen lassen, die feuchte Luft in mich aufsaugen und den nassen Asphalt und Waldboden unter den Füßen spüren. Ohne Ablenkung oder gar wertende Blicke der üblichen Wochenend-Spaziergänger.

Denn wer Gedanken ordnen muss, Lösungen und Ziele sucht, für den sei ein solches Lauf-Wetter genau das Richtige, wage ich zu behaupten.

Und so schnüre ich die Schuhe und renne los. Atme und konzentriere mich auf meine zwei realen Beine, die mich nun hoffentlich zuverlässig führen werden. Und beginne über diese anderen „Beine“ zu sinnieren. Die, die da auch noch sind.

Ich stehe aktuell nämlich auf drei Beinen! Weiterlesen Drei Beine

40 Minuten ein Egoist sein: Wenn Laufen glücklich macht

Ich muss jetzt mal egoistisch sein. Am frühen Mittwoch-Morgen muss ich jetzt auch mal kurzzeitig zu allen Pflichtgedanken, allen To-Dos der restlichen Woche “Nein!“ sagen. Das entscheide ich gerade hier und jetzt.

Wir Mütter schreiben so viel von Selbstfürsorge und Selbstachtung aber nehmen uns nie die Zeit für uns, für das was uns ganz alleine glücklich macht. Weil immer andere Dinge wichtig sind. Versprechen, Verpflichtungen, Aufgaben, vom eigenen Gewissen auferlegte Notwendigkeiten. Jetzt reicht’s mir! Hier und jetzt, in diesem Moment als mir die Frühjahrssonne, die aber vielmehr eine frostige Heuchlerin ist, direkt auf die Nasenspitze scheint und ganz scheinheilig winzig kleine funkelnde Eiskristalle in den Schnee zaubert. Jetzt hat sie mich! Die Sonne! Jetzt denke ich mal an mich! Weiterlesen 40 Minuten ein Egoist sein: Wenn Laufen glücklich macht

Mutti vs. Schweinehund, warum auch Mamas manchmal Auslauf brauchen

Es musste sich was ändern! Sofort! SO konnte es nicht bleiben. Einer von uns musste jetzt einfach damit aufhören. Entweder der verflucht-triste Novemberregen oder ich mit meiner miesepetrigen, melancholischen Stimmung. Nun, er blieb hartnäckig, der November. Seit Tagen. Und ich? Fühlte mich müde, träge, fett (Ihr wisst schon die Nougat-Happen!), verfroren und so antriebslos. Weiterlesen Mutti vs. Schweinehund, warum auch Mamas manchmal Auslauf brauchen

Deshalb mache ich wirklich Sport

Neulich bin ich auf einen Artikel einer großen deutschen Zeitschrift gestoßen. Die Autorin berichtet darin, warum sie eigentlich läuft. Ich möchte jenen Artikel zum Anlass nehmen und einmal erzählen, warum ich, gerade als Mutter, eigentlich Sport mache.
Und, große Überraschung, dabei geht es auch mir, ganz und gar nicht um die Figur oder ob mir die morgentliche Displayanzeige auf der Waage genehm ist. Klar, ist das ein netter Nebeneffekt. Aber eigentlich ist es, ähnlich wie bei der Autorin, mein Innerstes, die Psyche, die nach Sport, nach Bewegung bis zum Umfallen schreit.

Es ist das Gefühl von Davon-rennen, das mich anspornt. Das mich dazu treibt selbst im größten Winter-Schmudddelwetter, ja auch beim gehassten Nieselregen, die Sportschuhe zu schnüren.
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