„Unterleuten“, neben Pferden & die Sache mit der Schreibblockade – Unser September-Wochenende

Jaaa, lacht nicht!
Ich habe künftig vor, hier JEDEN Buchtitel von Juli Zeh zu zitieren! So!

Doch tatsächlich war ich an diesem Wochenende einmal „unter Leuten“.

Das erste Mal seit langer, langer Zeit.

Und im Grunde war es auch genau das, was ich nach der letzten Woche brauchte!
Um hier überhaupt wieder schreiben zu können.

Es benötigte ein paar schwindelerregende Runden im Gedankenkarussell, ziemliche viele Knoten im Gehirn, Schreibblockaden und Selbstzweifel, sentimentale und zutiefst depressive Gedanken – bis hin zum ultimativen Knall!

Ist immer so – und muss irgendein Automatismus im Gehirn sein.

Irgendwann bin ich mich selbst mit all‘ meinen verworrenen Gedanken und jenem elendig angeknacksten Selbstwertgefühl einfach so dermaßen leid, dass ich innerlich einfach auf „Reset“ drücke.

Vielleicht schreit die innere Stimme auch „Jetzt reicht’s“ oder gar „Halt die Fresse!“ – so genau weiß ich es gar nicht, aber irgendetwas in mir drinnen zieht die Notbremse und schreit nach Normalität, Gedanken im Auto-Pilot und einfach Weiterleben.

Inhale. Exhale. NICHT nachdenken. Lustig sein.

Gehirn-Explosion

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„Über Menschen“ & Unter Wasser – Unser Wochenende 11./12.09.

„Über Menschen“ lautet der Buchtitel jenes Buches, welches mich die letzten Wochen hat ein kleines bisschen aus meiner ganz eigenen Realität fliehen lassen.

Und mir quasi den Boden unter den Füßen wegriss, als diese ungewohnte Reise zu Ende war.

Weshalb Tränchen rieselten (lest gerne hier nochmal meinen Beitrag dazu), so wie es sich nun einmal gehört, klappt man ein ganz und gar wundervolles Buch ein letztes Mal zu.

In meinem Fall sogar virtuell – im Nachhinein wünschte ich, ich hätte das gute Buch in Papierform in den Händen gehalten – es hätte es verdient!

Was mich selbst überrascht, denn so plump und simpel jene Reise begann (nach Jahren hatte ich mal wieder Zeit für ein Buch und googelte einfach in der Spiegel-Bestseller-Liste – niemals hätte ich gleich mit einem Volltreffer gerechnet!!!), so emotional aufwühlend endete sie.

Über Menschen – das Buch wurde in Rezensionen zerrissen, da die Haupt-Protagonistin Gefühle für einen „Dorf-Nazi“ entwickelt, die sie sich selbst weder eingestehen, noch erklären kann.

Niemand „dürfe“ mit so einem Menschen sympathisieren, so die Kritiken und zudem sei die liebe „Dora“ als ein wenig dumm und naiv dargestellt worden.

Letzteres verärgert mich immens!

Denn müssen… more „„Über Menschen“ & Unter Wasser – Unser Wochenende 11./12.09.“

Es sind nur Kleinigkeiten! Also Kopf hoch! – Wenn das Leben „Nö!“ und „Bäh!“ ruft…

Kennt Ihr diesen einen Spruch, welcher hin und wieder in den sozialen Medien aufploppt?
Den hier?

„Ich so:
Och bitte, bitte!
Und mein Leben so:
NÖ!“

Nun, ein klein wenige fühle ich in letzter Zeit ganz genau so!

Tief in mir drinnen bin ich gerade ein ganz kleines Mädchen, das kleinlaut, trübselig und gesenkten Blickes das Leben um ein bisschen Glitzer und Leichtigkeit, Freude und Zuckerwatte anbettelt.

Es möchte bunte Lollis und Schokolade, aufbleiben bis weit nach Mitternacht und endlich das lang ersehnte pastell-rosa Pony in der Gartenlaube.

Kurzum, auch ich habe gerade viele ganz eigene Bedürfnisse, Wünsche und Hoffnungen – und fühle mich in ziemlich vielen Belangen ein klein wenig enttäuscht, niedergeschlagen und zurückgestoßen, wenn nicht gar abgelehnt.
Vom Leben. Von Menschen.

Der Himmel weint aber oft in diesem Sommer

Da brauch ich nur aus dem Fenster zu blicken, auf… more „Es sind nur Kleinigkeiten! Also Kopf hoch! – Wenn das Leben „Nö!“ und „Bäh!“ ruft…“

KEINE Schublade passt! Wer bin ich? – Eine Selbstreflexion

Ich habe Euch schon lange nicht mehr verraten, wer ich eigentlich bin und wie Mama steht Kopf so tickt.
Und „Tic“ trifft es da in einiger Hinsicht sogar ganz gut auf den Punkt! 😉

Die letzten Tage allerdings haben mir ein klein wenig Anlass zur (erneuten und wiederholten) Selbstreflexion gegeben und meine Erkenntnisse mag ich Euch eigentlich gar nicht vorenthalten.

Es ist ein sehr persönlicher Beitrag über mich, in welchem ich viel verrate und der möglicherweise auch nicht jedem gefallen wird.

Doch genau das bin ich, das alles macht mich aus und niemand sollte versuchen, an Anderen etwas ändern und „umprogrammieren“ zu wollen.

Das muss schon aus freien Stücken geschehen und aus einem eigenen Wunsch heraus.

Wer aber bin ich denn nun?

Wofür brenne ich, was treibt mich an und was lässt mich für immer gehen?
Und kennt Ihr mich nach diesem Text wirklich?

(Nein, noch immer nicht, glaubt mir! 😉 Es ist wie so oft nur ein Auszug, ein Teil von mir!)

Welcome to my crazy mind!

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Du fehlst!

„Es geht ihr zur Zeit eigentlich ganz gut!“

Ich erinnere mich noch genau an jenen Nachmittag Ende November.

Als wir bei den Eltern zu Besuch waren und ich mich innerlich ob der gerade gehörten Aussage auf meine Frage entspannt lächelnd zurück lehnte.

Damals, vor nunmehr einem ganzen Jahr.

Ich glaubte mich beruhigt und in einer trügerischen Sicherheit, verließ mich auf die naive Sichtweise, das Leben planen zu können.

Dass dem nicht so ist – und nichts in unserem Dasein für selbstverständlich oder gar fix verlässlich anzusehen ist – weiß ich nicht erst seit Corona, sondern schon seit langer, langer Zeit.

Und mehr denn je seit dem verflixten, letzten Jahr – welches für mich persönlich so viel trüber und dunkler ausfiel als dieses von allen so sehr verteufelte Jahr 2020.

Ich fühlte mich also sicher, damals am Küchentisch meiner Eltern.
Glaubte, noch Zeit zu haben.

Keine 48 Stunden später… more „Du fehlst!“

15 Minuten Moria: Zum Teufel mit unseren Problemen!

Ich saß einfach nur da.
Noch vor ein paar Minuten.

Mit der Kaffee-Tasse in meinem warmen Familienbett, unfähig auch nur einen Schluck aus dem mittlerweile kalten Heißgetränk zu nehmen. Nahezu gelähmt starrte ich in Richtung des Fensters des hübschen Einfamilien-Häuschens, welches uns seit bald zehn Jahren ein vertrautes Heim und Ort der Geborgenheit schenkt.

Doch fiel mein Blick ins Leere, nahm die Umgebung gar nicht wahr.

Tränchen liefen die Wangen herunter und Gedanken überschlugen sich im Kopf.
Konnten das zuvor Gesehene nicht begreifen oder gar einordnen – und ließen gleichzeitig alles innerhalb von Sekunden infrage stellen!

Auch diesen Blog hier, meine verqueren Gedanken und Luxusprobleme – das, worüber Deutschlands Frauen jammern, diskutieren und streiten.

Dinge und „Probleme“, über die ich stundenlang mit der Freundin schrieb und diskutierte.
„Konflikte“ innerhalb der Familie und „große Sorgen“.

All das erschien mir nach nur fünfzehn Minuten auf einmal unfassbar lächerlich und fern, Sinn-frei und geradezu idiotisch.

Doch mehr dazu gleich.

Ich weiß leider auch, dass…. more „15 Minuten Moria: Zum Teufel mit unseren Problemen!“

Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit

Ich soll dieses Mal nicht drüber schreiben. So wurde ich gebeten.
Und die Bitten und Belange anderer Menschen möchte ich respektieren.
Werde ich im Vorfeld, noch bevor ein Text Herz und Geist entsprungen ist, ausdrücklich gebeten, so will und muss ich dies akzeptieren.
Das tue ich dann auch.
Auch wenn’s weh tut und mir so sehr auf der Seele brennt.

Ich vermag keine Texte löschen, wenngleich sie noch so unglücklich formuliert waren, denn ich stehe zu dem was ich bin – und im Moment des Entstehens eines Beitrages nun einmal fühlte.
Ich ändere und korrigiere höchst selten und lösche so gut wie gar nicht – es sei denn, das Wohl meiner Kinder hinge davon ab.

Aber wie drückt man Schmerz in Worte aus, ohne ihn beim Namen zu nennen?

Wie ergeht es einem Menschen, ereilt eine kurze, traurige Textnachricht einen ausgerechnet vor der Kühltheke des hiesigen Discounters?
Aus dem Nichts, mitten in einen trüben, verregneten November-Morgen hinein?
Es ist ziemlich simpel erklärt.
Dann springt schnell der Autopilot ein – und ein Mensch funktioniert nur noch.

Und wenngleich das Herz in jenem Moment bis zum Halse pocht und Tränen darauf drängen hinaus zu bersten, beherrschen wir Erwachsenen uns dann.
Denn so gehört es sich schließlich.
Wir schweigen wenn man uns darum bittet – und reißen uns verflixt nochmal zusammen.

Nun, das gelang mir bis zu dem Moment, an welchem ich die eigene Haustüre aufschloss und die Tüte mit den dringend zu kühlenden Lebensmitteln auf den Flur sacken ließ.
Und mich gleich daneben. more „Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit“

Das Leben soll mir ein Fest sein!

Die vergangen Wochen waren nicht leicht für mich.
Sie prägten und schufen neue Erkenntnisse. 

Und auch wenn das dem Ein oder Anderen nun allmählich gehörig auf den Keks gehen mag, so muss ich es nochmals erwähnen.
Es ist essentiell für den weiteren Verlauf dieses Beitrages. 😉
Ich stolperte und fiel tief.
Da war nicht nur der Verlust meiner lieben Oma sondern auch viele Dinge mehr, die bedrückten und belasteten.

Sorgen und ohnehin schon lange bestehende Zukunftsängste, Streit unter Menschen, die eigentlich zusammenhalten sollten.
All‘ das drückte sehr auf’s eigene Gemüt.

Doch immer wieder in dieser Zeit kam mir ein bestimmter Gedanke:

Meine Oma war nie der Typ, um auch nur einen einzigen Tag depressiv im Bett liegen bleiben zu wollen!
Warum also sollte ich nun diese Frechheit besitzen, mir eine derartige Denkweise zu erlauben?
Ich glaube, diese Sichtweise war wohl eine Form der Eigenmotivation und hat mir jüngst ein klein wenig den ollen Hintern gerettet! 😉

Denn wie ich bereits am letzten Wochenende von der wunderbaren Nicole Staudinger lernte, haben wir doch letztendlich unser Schicksal selbst in der Hand.
Auch dann, können wir Dinge nicht ändern und müssen diese als Teil unseres Seins annehmen.

Ist es nicht erfüllend, dann eben die eigene verquere Sichtweise zu ändern und uns an den Dingen zu erfreuen, die wir ändern und selbst in die Hand nehmen können?
Und seien es nur klitzekleine Kleinigkeiten?
Uns darauf zu konzentrieren und mit unserem eigenen winzigen Leben glücklich zu sein?

Solange wir es noch haben! more „Das Leben soll mir ein Fest sein!“

Leise

„Schreib‘ am Besten jetzt mal was Lustiges“
sagte der Mann auf meine Frage, wie es in diesen Tagen auf jenem Blog hier weiter gehen soll.
Denn ganz ehrlich? Ich wusste es nicht wirklich.
Das Einzige, was ich weiß ist, dass es weiter geht und auch sehr bald schon wieder in der gewohnten Art und Weise.
Dafür liebe ich dieses „Baby“ viel zu sehr!
Dafür warten zu viele spannende Projekte, wartet mein ganz eigenes Leben! 

Dafür schreibe, albere und lache ich viel zu gerne!

Doch dieser Tage? Möchte ich es einfach noch nicht.
Normal weitermachen.

Ich möchte noch ein klein wenig leise sein. Nur ein bisschen noch. 
Es sind aktuell einfach zu viele Gefühle und Gedanken, die ihren Raum in meinem Leben einnehmen. more „Leise“

Mach’s gut (Ur)Oma!

Ich habe viele Fragen beantwortet. Die letzten zwei Tage.
Geduldig wiederholte ich meine Aussagen. Immer und immer wieder.
Denn das war und ist richtig.

Es ist der einzige und alleinige Weg, mit einem derartigen Thema umzugehen und die eigenen Kinder – gerade das jüngste – an eine solche Erkenntnis heranzuführen.
Die Erkenntnis, dass eben alles endlich ist und Menschen gehen müssen.

Als ich vor zwei Tagen die Nachricht vom schnellen Tod der geliebten (Ur) Oma erhielt, hatte ich die Wahl.
Zwischen bedrücktem Herumdrucksen und dem Kind eine vorläufige Lüge aufzutischen, um ihr die traurigen Neuigkeiten in trauter Zweisamkeit und ganz behutsam nahe zu bringen.
Und der Option die Tochter gleich in die unvorhersehbaren Geschehnisse einzuweihen.

Doch geht das in so einem Fall überhaupt? Behutsam?
Haben nicht auch Kinder ein Recht auf die Wahrheit, statt mit kläglichen Umschreibungen vorerst hingehalten zu werden?
Macht es das wirklich besser?

Nun, ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn mein Kind drängte auf eine Antwort.

Ich musste es gleich sagen

more „Mach’s gut (Ur)Oma!“