Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss

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Sie hat es auf mich abgesehen. Diese lästige, verflixte Fliege.
Eine der wenigen Überbleibsel eines viel zu warmen, doch ganz und gar zauberhaften Herbstes. Lässt sich immer und immer wieder penetrant auf meinem Kopf nieder, surrt mir laut ins Ohr und will mich einfach nicht in meinem Trübsal in Ruhe lassen.

Als wolle sie mich aufscheuchen, mich zum Wieder-Aufstehen zwingen, mich davon zu überzeugen, dass das Leben wunderschön und schillernd ist.
Als wolle sie mir lautstark in’s müde Ohr summen, endlich an all‘ meine eigenen Worte zu glauben. An das Feuerwerk im Kopfe und im Herzen, von welchem ich erst vor wenigen Tagen drüben auf Instagram schrieb.
Welches in genau jenem Moment auch präsent war und mein Herz mit Wärme und Dankbarkeit erfüllte. Dankbarkeit, diese wundervolle Familie, diese fantastischen Kinder zu haben. Dankbarkeit am Leben zu sein!

Und als wollten sie es ihr gleichtun, kitzeln mich nun ebenfalls Sonnenstrahlen auf der Nase. Draußen ist der Himmel knallblau und ich sollte einfach jetzt nicht hier liegen. Sollte an diesem freien, mir zur Verfügung stehenden Vormittag, an diesen drei Stunden, raus gehen! Die frische Luft in mich aufsaugen und mich bewegen. Ein- und Ausatmen und Sport machen. Ganz alleine, nur ich draußen am See.
So, wie ich es so gerne pflege zu tun, bietet sich einmal die Möglichkeit dazu.

Doch heute kann ich nicht. mehr „Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss“

Drei Beine

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Samstag-Nachmittag. Draußen hat es gerade begonnen zu regnen.
Doch kommt mir der Regen gerade recht. Ja, ich will jetzt raus! Will laufen. Ganz alleine die Runde um den Lieblings-See drehen. Denn fast muss ich ein ganz kleines bisschen zugeben: Leichtes Regenwetter ist mir manchmal sogar ganz lieb zum Laufen.

Denn dann bin ich wirklich alleine!
Kann Gedanken schweifen lassen, die feuchte Luft in mich aufsaugen und den nassen Asphalt und Waldboden unter den Füßen spüren. Ohne Ablenkung oder gar wertende Blicke der üblichen Wochenend-Spaziergänger.

Denn wer Gedanken ordnen muss, Lösungen und Ziele sucht, für den sei ein solches Lauf-Wetter genau das Richtige, wage ich zu behaupten.

Und so schnüre ich die Schuhe und renne los. Atme und konzentriere mich auf meine zwei realen Beine, die mich nun hoffentlich zuverlässig führen werden. Und beginne über diese anderen „Beine“ zu sinnieren. Die, die da auch noch sind.

Ich stehe aktuell nämlich auf drei Beinen! mehr „Drei Beine“

Ignorieren

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Es ist so ziemlich eine der schlimmsten seelischen Gemeinheiten, die man einem Menschen antun kann. Und doch tun wir Erwachsenen es immer und immer wieder. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch ich!

Wir ignorieren andere Mitmenschen. Bewusst, unbewusst, aus einer Absicht heraus, unbeabsichtigt, gedankenlos, zum Schutze der Person, zum Eigenschutz. Es gibt unendlich viele Gründe den Kontakt zu einem Menschen eine Weile zu unterdrücken. Manchmal fällt es uns gar nicht auf, dass wir es tun. In der Hektik des Alltags. Dass wir dem Anderen damit furchtbar weh tun, dass wir verletzen und enttäuschen. mehr „Ignorieren“

Vom ollen Model und wirren Gedanken

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Die Mama, die offiziell nicht wirklich etwas arbeitet, ist schon wieder am „arbeiten“. Doch genau genommen arbeite ich tatsächlich wirklich nicht. Alles was ich machen muss ist dastehen und stillhalten. Und geduldig sein. Sehr geduldig. Was, wer mich kennt, weiß, dass dies gerade die größte Herausforderung ist. Was ich mache? mehr „Vom ollen Model und wirren Gedanken“

Vom schlechten Mutter Gewissen, furchtbar miesen Tages-Anfängen und unnützen“Wenn-erstmal-Gedanken“

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Ich sitze zu Hause am Esstisch. Gefühlt kurz davor Rotz und Wasser zu heulen. Unfähig auch nur einen Schluck Kaffee zu trinken oder geschweige denn ins „tränendurchweichte“ Brötchen zu beißen. Ja, wieder Übertreibung! Aber ernstes Thema. Wie gelähmt sitze ich da, fühle mich leer und verzweifelt. Geplagt vom schlechten Gewissen und dem Gedanken eben alles falsch gemacht zu haben.

Das schlechte Gewissen, weil ich die aufgelöste Vierjährige im Kindergarten zurück gelassen habe. Obwohl sie eigentlich wieder mit mir nach Hause wollte. Weil ich wusste, dass sie zu Recht weinte und wieder heim wollte. Weil ich daran schuld bin, dass der Start in den Tag so furchtbar mies ausgefallen ist. Und weil ich dennoch nicht nachgeben konnte (Ihr wisst, dass ich dann verloren hätte) und mich mit einem Bussi und Winken verabschiedete.
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