Es ist mir zu viel und geht mir zu schnell – Ehrliche Worte zu den aktuellen Lockerungen

Vor wenigen Stunden noch traute ich mich nicht, diese Zeilen hier öffentlich zu schreiben und mich dazu zu bekennen.

Besser verdrängte ich meine ganz eigenen Gedanken, fühlte ich mich doch als Sonderling und eigenbrötlerischer Miesepeter.
Als der Spielverderber der ganzen Sache.

Also hielt ich mich zurück und Finger still, haute eben nicht in die Tasten, was mich bewegte.

Und dann kam ohnehin dieser verrückte Tag mit viel Tamtam, Dreck und eben  „Wischen“ ( 😉 ) dazwischen – und meine Überlegungen gerieten in den Hintergrund.

Doch als ich vorhin – nachdem ich bereits völlig erschöpft auf der Couch eingeschlafen war – wieder aufwachte, blinkte mir ein Instagram-Post einer lieben Blogger-Kollegin entgegen und bestärkte mich in meinen Gedanken.

Und zeigte mir vor allem auf, dass ich mit meiner Denkweise NICHT alleine bin!

Dass ich mich nicht hätte komisch fühlen müssen, als ich am frühen Morgen verächtlich die Nase rümpfte.
Im Auto, kurz nachdem ich die Kleinste in die Grundschule gebracht hatte.

Was ich hörte, gefiel mir nicht…

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#mütend: Nur ein Trendbegriff – oder eine echte Bewegung?

Psssst! Kommt mal näher (welch Ironie in diesen Zeiten! 😉 ) – ganz sachte, langsam und vorsichtig!
Ja, genau so! Ganz dicht ran! Damit ich Euch etwas in’s Ohr flüstern kann.

Aber nur ganz, ganz leise.

Denn ich traue mich kaum, es offen und ehrlich zuzugeben:

Ich bin NICHT #mütend!

Beziehungsweise war ich es im Grunde eigentlich schon immer hin und wieder:

Müde und wütend zugleich

Schon lange VOR dieser Pandemie und allen (Gesellschafts-)politischen Diskussionen empfand ich hin und wieder einen Zustand der gleichzeitigen Wut und Erschöpfung.

Nur gab es damals diesen Trend-Begriff noch nicht.

Diesen allgemeinen Trend  – denn so empfinde ich es fast schon, doch dazu gleich.

Meistens spürte ich jenes eigenartige Empfinden in Bezug auf Menschen und Situationen, die ich einfach nicht ändern kann.
Jeder… more „#mütend: Nur ein Trendbegriff – oder eine echte Bewegung?“

„Mein Körper ist ein Superheld“ – Die Kleinste ist wieder gesund und Mutti ein bisschen schlauer! ;)

(Rezension) Die Kleinste ist wieder gesund und seit nunmehr über 24 Stunden fieberfrei!

Und wenngleich niemand weiß, was sie eigentlich hatte – was, so wie ich im Laufe der letzten Jahre lernen und erkennen durfte bei Kindern gar nicht mal sooo selten ist – so wissen wir einmal mehr, dass ihr Körper der absolute Superheld ist! So!

Das wussten die Kleinste und ich natürlich schon vorher, erzähle ich ihr doch stets bei jeder einzelnen Krankheit davon, welch starker Kampf im kleinen Körper gerade zugange ist!

Selbst – oder gerade – dann, wenn das sonst so wilde Mädel mit fiebrig-rosigen Wangen auf der Couch schläft.

Oft schon musste ich die unter Tränchen gestellte Frage „Warum ich?“ oder gar „Warum muss man krank sein und warum ist das so doof!?“ beantworten.

Von mutigen Helden und tapferen Kriegerinnen

Meist berichtete ich dann davon,… more „„Mein Körper ist ein Superheld“ – Die Kleinste ist wieder gesund und Mutti ein bisschen schlauer! ;)“

Corona-Tagebuch: Danke Pandemie! Danke Wetter! Haben wir gerade beschissene Ferien?

„…weil wir keine Scheiss-Assis sind!? Verdammt!“

Ja, ich schäme mich dafür, dies hier gerade zuzugeben, doch genau jenen Satz habe ich eben gerade trotzig der mittleren Tochter entgegengeflammt.

Und habe mich wohl somit selbst in die oben genannte gefürchtete Schublade katapultiert!
(Gott! Die Ausdrucksweise! Leute! Geht gar nicht!) 😉

Doch wisst Ihr was?
Ich kann gerade nicht mehr!
Ich-habe-keinen-Bock-mehr!

Denn gerade – jetzt im Moment – fürchte ich die beschissensten Ferien seit eh und je!

Ihr wisst, ich schreibe hier sehr oft (!) von Moment-Aufnahmen, jedes einzelne Mal überkommen mich die Emotionen – und das Ganze kann bereits nachher wieder anders aussehen. (Tut es später auch!)

Aber gerade jetzt fühle ich so!

Was der Auslöser meines Ausbruchs war? more „Corona-Tagebuch: Danke Pandemie! Danke Wetter! Haben wir gerade beschissene Ferien?“

Ein Jahr. Was hat die Pandemie mit uns gemacht?

Und jetzt sitzen wir wieder hier und malen gemeinsam Eier mit Acryl-Farben an.
Als wäre nichts geschehen, als hätte das vergangene Jahr gar nicht stattgefunden.

Als würde sich ein Ausnahmezustand nicht gerade zum ersten Mal jähren.

Und doch fühle ich anders als damals im März 2020.

Älter fühle ich mich, so unfassbar viel älter.
Als wäre alles verblasst, wie die Farbe auf den Eiern vom Vorjahr.
Die draußen der Witterung und dem harschen Gegenwind ausgesetzt waren.

Als wäre ICH verblasst – mit all‘ meinen Gefühlen, Emotionen, dem anfänglichen Aktionismus und der Zuversicht.

Wir malen also wieder Eier an und basteln.

Um den Kindern die Nachmittage abwechslungsreich zu gestalten, um Farbe in’s Leben zu bringen.
Nur… more „Ein Jahr. Was hat die Pandemie mit uns gemacht?“

Danke für Nix! Corona-Tagebuch

Ich muss ungefähr elf Jahre alt gewesen sein, da wollten meine Eltern mal mit mir auf die Insel Kreta fliegen.
Wunderhübsche Bildchen von türkisblauen Pools und schicken Hotelanlagen, historischen Gemäuern (gut, die interessierten mich seinerzeit weniger) und hübschen Stränden blitzen mir im Katalog entgegen und machten so viel Lust auf mehr!

Vorfreude wuchs in mir – und die Tristesse eines langen Winters wich der Euphorie in Hinblick auf einen ganz und gar einzigartigen Sommerurlaub.

Ja, er war zum Greifen nahe dieser Urlaub – und ich wollte ihn unbedingt!
Denn in meiner kindlichen Naivität bedeutete ein Sommer am Meer nun einmal ALLES!
(Gut, manchmal ist es auch heute noch so 😉 )

Als „Bahner-Tochter“ reisten meine Eltern mit dem Bruder und mir zwar viel, aber eine Flugreise blieb schlichtweg etwas ganz Besonderes und Außergewöhnliches.

Ihr ahnt bereits, wie groß die Enttäuschung war, als der Vater in letzter Minute doch umentschied.
Aus Kostengründen, weil es im Budget eben letzten Endes und nach einigen Überlegungen nicht drin sein sollte.

Drei Wochen zuvor wären vielleicht… more „Danke für Nix! Corona-Tagebuch“

„Corona ist bald vorbei“ – Bin ICH hier der Freak!?

„Corona ist bald vorbei!“

ruft mir ein Nachbar freudestrahlend draußen entgegen.

Kinder gehen in die Schulen zurück – und auf dem nahe gelegenen Dorfspielplatz herrscht nicht nur reges Treiben, sondern nahezu Hochbetrieb!

Achtzehn Kinder zähle ich, fast genauso viele Mütter, gebündelt in sehr offensichtlich verabredeten Grüppchen.

Denn sie bringen Kuchen, Picknickkörbe und Thermoskannen mit.

Und lachen und schnattern angeregt und gelöst – eine Pandemie scheint es auf dem Land nicht zu geben.
Sie ist schlichtweg in den Köpfen vieler nicht existent.

Das mag auf dem Dorf sogar fast stimmen, doch ich bleibe skeptisch.

Wippe mit meinem jüngsten Kind abgesondert auf der Wippe – als sie mal frei ist – und desinfiziere mir nach dem Spielplatz-Besuch die Hände.
Mehr als das, erinnerte mich das Kind selbst daran, denn sie habe ja „alles dort angefasst“.

Sind wir die „Weirdos“?

Und für einen kurzen Moment… more „„Corona ist bald vorbei“ – Bin ICH hier der Freak!?“

Eigentlich geht es uns gut! Die schönen Seiten von Homeschooling und Lockdown

Freitag. Ich hatte diese Woche nicht viel zu berichten, denn aktuell fühlen wir uns fast ein wenig angekommen.
In dieser Situation.

Ausgerechnet jetzt, wo Viele auf ein baldiges Ende jenes harten Lockdown hoffen, geht es uns im Grunde ganz gut!

Es geht MIR gut.
Sogar deutlich besser!

Ausgeglichen fühle ich mich dieser Tage und klareren Blickes.
Zuversichtlich und voll neuer Kraft.

Fast schon empfinde ich Wehmut

Es ist fast sogar so, als überkommt mich vielmehr ein leichtes, bedrückendes Gefühl der Wehmut in Hinblick auf jenen Tag, dem ganz Deutschland vermeintlich entgegenzufiebern scheint.

Mitte Februar – so hofft ein Großteil der Menschen – soll sich alles bitte so schnell wie nur möglich wieder ändern!

Man möchte endlich das alte Leben zurück, die Freiheit, das gesellschaftliche Miteinander.

Nun, ich sehe die Dinge ein wenig anders.

Fast schon fürchte ich mich ein wenig vor dem Schritt zurück in die Normalität.

Denn ich weiß schon jetzt, dass ich dann von vielen schönen Dingen und neu gewonnenen Erkenntnissen lassen müsste!

Denn diese außergewöhnliche Zeit ist für mich… more „Eigentlich geht es uns gut! Die schönen Seiten von Homeschooling und Lockdown“

Wo ist die Motivation geblieben? Homeschooling-Woche Eins vs. Woche Drei

Montag. Homeschooling-Woche Drei.

Im Grunde sagt das Beitragsbild schon alles, doch lasst mich dennoch ein bisschen erzählen! 😉

Was waren wir motiviert!

Starteten wir in der ersten Woche „Homeschooling“ – nennt es meinetwegen auch „Distanzlernen“ (Boah! Worüber sich Menschen streiten können!?) – noch höchst strebsam, sehen die Dinge nunmehr leicht verändert aus.

Und ich gebe zu meiner Schande zu, die Motivation hat ja sowas von nachgelassen!

Dabei fing alles so unfassbar gut an!

Ich stellte mir den Wecker auf kurz nach sieben!
JEDEN Morgen.

Nun, das mache ich zwar immer noch, doch im Gegensatz zum heutigen Montag stand ich dann auch wirklich sofort auf. 😉

Mithilfe einer starken Tasse Kaffee und viel Eigenantrieb wollte es mir sogar gelingen, pünktlich um acht… more „Wo ist die Motivation geblieben? Homeschooling-Woche Eins vs. Woche Drei“

Zwischen den Stühlen oder Nix Halbes & Nix Ganzes? – Homeschooling, Woche 2

Dienstag.

Ich fühlte mich ein klein wenig verloren. Eben.

Irgendwie nicht vollständig bei der Sache, fest einem Ort zugehörig oder imstande, mich kontinuierlich und konzentriert einer Sache – oder einer Person widmen zu können.
Auch nicht mir.

Hocke ich dieser Tage viel am Schreibtisch des kleinsten Kindes, so versuchte ich gerade, mich ein klein wenig aus dem Geschehen zurückzuziehen.

Damit das Kind Aufgaben alleine bewältigt und fertigstellt.

Das klappt auch phasenweise ganz gut, doch muss ich quasi immer in Ruf-Weite sein, um jederzeit wieder Hilfestellung geben zu können.

Um nachschauen zu können – oder auch einfach nur zu motivieren.

Hin und wieder ruft es auch aus den anderen Zimmern – und ich unterstütze und berate beim Englisch-Lückentext oder stelle Rechenregeln auf.

Zum überwiegenden Teil allerdings machen die beiden Großen ihre Aufgaben alleine.

Eben jedoch befanden sich drei von fünf Familienmitgliedern in Video-Konferenzen in drei verschiedenen Zimmern vor drei verschiedenen Rechnern.

Und ich durfte weder stören, noch Zimmer betreten.

Somit blieben mir… more „Zwischen den Stühlen oder Nix Halbes & Nix Ganzes? – Homeschooling, Woche 2“