Gestatten: Mama Morgenmuffel

19+

Euphorische Sommer-Laune und Frühlingsgefühle hin oder her.
Ich bin und bleibe ein unerbittlicher Morgenmuffel.
Wie das manchmal früh morgens so aussieht, hab‘ ich hier einmal für Euch zusammengefasst.
Viel Spaß  & welcome to my crazy mind! 😉

Freitag-Morgen, 06.10 Uhr. Der Handy-Wecker klingelt.
Ich schrecke hoch, spüre neben dem unangenehmen Adrenalin-Schub nunmehr ein leichtes Schwindelgefühl und entscheide mich daher – aus mir unerklärlichen Gründen – Gebrauch von der Snooze-Funktion zu machen.
Sieben Minuten später schrecke ich erneut hoch.
Noch vor dem zweiten Klingeln – und ertappe mich dabei, wie ich noch immer das Mobiltelefon in den Händen halte.

Mit einem entsetzen Hechtsprung verlasse ich fluchtartig die warmen Federn, denn genau genommen ist morgens um 06.10 Uhr die Snooze-Taste, welche auf dem Display ja keine wirkliche Taste ist, ein absolutes No Go!
Schließlich muss der nicht weniger verschlafene Sohn aus den süßesten Träumen gerissen werden.
In exakt 23 Minuten fährt nämlich dessen Bus von der glücklicherweise wenigen hundert Metern entfernten Bushaltestelle ab!

Noch habe ich nicht festgestellt, dass ich an diesem Morgen mal wieder extremst muffelig und übellaunig sein werde. mehr „Gestatten: Mama Morgenmuffel“

Müde – Warum ich das Schlafen erst wieder lernen muss

28+

Kann man als Mutter so müde sein, dass man heulen möchte? Ja, kann man!

Müdigkeit schmerzt nicht, sie tut nicht richtig weh.
Aber sie macht fertig, lässt eine Mutter in einem Zustand der puren Verzweiflung zurück.
Wenn alle Versuche scheitern, gegen eben diesen Zustand der dauernden Erschöpfung, dieses bleierne Gefühl und das Empfinden der steten Benebelung im Kopf, anzukämpfen.
Wenn Augen brennen und schmerzen und die Falten zwischen den Brauen Krater-tief im Spiegelbild aufblitzen.

Und ja, in diesem Moment wünschte ich mir eine unverzügliche Botox-Injektion!
Einfach nur, um auch mal wieder (künstlich) entspannt aus den trüben Äuglein gucken zu können.

Ohne Spannungs-Kopfschmerzen. mehr „Müde – Warum ich das Schlafen erst wieder lernen muss“

Aus der Spur

12+

Ich fühlte mich wie ein alter, rostiger Zug. Gestern.
Müde und träge schleppte ich mich die zugewachsenen Schienen längst vergangener Zeiten hoch, ächzte bei jedem weiteren Meter.
Fühlte mich ohne Ziel und mit einer viel zu schweren Last auf den Schultern.

Viel zu überladen mit Pflichten und Gedanken und Menschen, die an mir hingen und nagten.
An den Türen waren sie, selbst auf dem Dach. Sie ragten gefühlt weit aus den Fenstern heraus, klammerten sich an mich, hingen an allen Seiten und rüttelten so sehr, dass der arme Wagon in’s Schwanken geriet.
Und wenngleich ich nicht wirklich ein Zug irgendwo inmitten Indiens bin, so fühlt es sich als Mutter manchmal so an.
Doch waren es diesmal nicht die Kinder, die mir zu viel abverlangten. mehr „Aus der Spur“

Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss

4+

Sie hat es auf mich abgesehen. Diese lästige, verflixte Fliege.
Eine der wenigen Überbleibsel eines viel zu warmen, doch ganz und gar zauberhaften Herbstes. Lässt sich immer und immer wieder penetrant auf meinem Kopf nieder, surrt mir laut ins Ohr und will mich einfach nicht in meinem Trübsal in Ruhe lassen.

Als wolle sie mich aufscheuchen, mich zum Wieder-Aufstehen zwingen, mich davon zu überzeugen, dass das Leben wunderschön und schillernd ist.
Als wolle sie mir lautstark in’s müde Ohr summen, endlich an all‘ meine eigenen Worte zu glauben. An das Feuerwerk im Kopfe und im Herzen, von welchem ich erst vor wenigen Tagen drüben auf Instagram schrieb.
Welches in genau jenem Moment auch präsent war und mein Herz mit Wärme und Dankbarkeit erfüllte. Dankbarkeit, diese wundervolle Familie, diese fantastischen Kinder zu haben. Dankbarkeit am Leben zu sein!

Und als wollten sie es ihr gleichtun, kitzeln mich nun ebenfalls Sonnenstrahlen auf der Nase. Draußen ist der Himmel knallblau und ich sollte einfach jetzt nicht hier liegen. Sollte an diesem freien, mir zur Verfügung stehenden Vormittag, an diesen drei Stunden, raus gehen! Die frische Luft in mich aufsaugen und mich bewegen. Ein- und Ausatmen und Sport machen. Ganz alleine, nur ich draußen am See.
So, wie ich es so gerne pflege zu tun, bietet sich einmal die Möglichkeit dazu.

Doch heute kann ich nicht. mehr „Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss“