Und ich wollte immer in die Großstadt: Ein Plädoyer für’s Leben auf dem Land

Ich habe sie geliebt! Die Zeit, in der der jetzige Ehemann in Toronto lebte und ich ihn so oft es nur ging besuchen kam. Untergetaucht in einer Millionen-Metropole, das „Condo“ im 13. Stock des wohl zentralsten Wohngebäudes Downtown. Vom Wohnzimmer aus schweifte mein Blick auf Banken und Wolkenkratzer, zur anderen Seite auf den See und die Harbour-Front. Ich erinnere mich an Stunden, die ich durch die Straßen streifte. Während der Freund arbeitete, verbrachte ich meinen Urlaub damit, mir hippe Szene-Cafes anzuschauen, in den stylischten Läden zu shoppen und mit tief herunter gezogener Mütze (es waren -18 Grad) durch Toronto’s Queen-Street zu flanieren.

Ich liebe diese Stadt noch immer über alles und möchte irgendwann wieder dort hin.
Zu unseren Freunden und zum alten Leben. Auf Besuch und mit allen drei Kindern!
Doch ist sie aktuell nicht mehr mein Leben. Sie ist nicht mehr unser Leben oder gar das der drei Kinder. 

Denn wir wählten für diese drei wunderbaren Menschen ein ganz Anderes:

Das Leben auf dem Land. Weiterlesen Und ich wollte immer in die Großstadt: Ein Plädoyer für’s Leben auf dem Land

Missing an old friend: Ausflugstipps rund um den Faaker See

Sie hatten damals ein Segelboot. Und verbrachten Sommer für Sommer nur dort. An diesem einen Ort. Ein Ort, der bei meinem Mann die lebendigsten und schönsten Kindheitserinnerungen weckt. Stets berichtete er mir von langen Sommertagen am Wasser, vom paddeln, schwimmen und segeln bis in die Abendstunden und einem glasklaren Wasser, das seines gleichen sucht.

Er berichtete mir ebenfalls vom „Job“ als Wassertaxi-Fahrer als Allheilmittel gegen die jugendliche Langeweile, den Übernachtungen auf dem alten Bauernhof und der idyllischen Landschaft sowie dem für diese Gegend bekannten wunderbare Klima. Und ich ließ ihn erzählen. Denn gerade jetzt, in diesem Sommer merke ich, wie ein gelungener Sommer die schönsten und prägendsten Kindheitserinnerungen schafft.

Der Sommer lässt wachsen, entfalten, verändert und zaubert gerade in den Ferien aus Kindern, die im Alltag leider allzu oft  einfach nur funktionieren müssen, wieder lebendige und ausgelassene Kinder. Gelöste Kinder.

Und während ich hier auf der Terrasse sitze, abends um neun, und gerade 7 Kindern (KEIN Kindergeburtstag) in unserem Garten beim ausgelassenen Spielen und Kindheits-Erinnerungen schaffen zusehe, merke ich, wie ich eines diesen Sommer vermissen werde:

Den Traditions-Urlaub am Faaker See.

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„Windex“ vs „Super-Hypochonder“

Häh? Schon wieder eine völlig irrsinnige Überschrift!?
Sicher, ich kann’s wahrlich verstehen, solltet Ihr das nun denken.
Also will ich Euch den Geistesblitz zu eben jener Headline ein klein wenig erläutern:

Es war vor vielen Jahren, genaugenommen ist’s schon 17 Jahre her, da saßen wir in einem Kino in Burlington. Wir, das sind mein jetziger Mann und ich. Und Burlington ist ein Vorort der kanadischen Metropole Toronto. Denn wie der treue Leser bereits weiß, darf ich eben jene Stadt als weitere Herzens-Heimat von mir zählen. Es war in der Zeit als der Gatte tausende Kilometer von mir entfernt lebte und die noch zarte, junge Beziehung durch viele kostspielige Besuchs-Flüge meinerseits am Leben erhalten werden wollte! Und ganz gleich ob nun kleine Barockstadt in Hessen oder Multi-Kulti-Metropole in Kanada, ein Kino-Besuch gehört nun einmal auch zu einem Date dazu! Weiterlesen „Windex“ vs „Super-Hypochonder“

Wenn Mutti in Erinnerungen schwelgt, vom Fernweh & geliebten Metropolen

Es sind Tage wie dieser. Diese grauen, tristen Novembertage. Wenn sich der düstere , grieskrämige Herbsthimmel in all seiner Ungnade zeigt und ich beim Blick nach draußen nur eines sehe: Felder und Wiesen überzogen von zähen Nebelschleiern. Ja, er könnte fast aus irgendeinem melancholischem Gedicht stammen, dieser Anblick. So im Droste-Hülshoff-Style. „Der Tag, der nur halb die schweren Wimpern lichtet“ und so weiter. Ich weiß, das klingt jetzt depressiv. Aber so ist einfach gerade die Stimmung und darin möchte ich mich suhlen 😉 

Es sind auf jeden Fall diese Momente, da ertappe ich mich dabei wie ich sie vermisse. Die alte Zeit. Nein! Nicht mein altes Leben und schon einmal gar nicht mein altes Ich!  Denn ein Leben ohne meine Kinder? Mittlerweile unvorstellbar! Die herzallerliebsten Quälgeister möchte ich um nix in der Welt mehr missen! Aber es ist ein Teil der Vergangenheit, der mir fehlt. Jetzt gerade, in der ländlichen Einöde und November-Schwere. Eine bestimmte große Liebe. Weiterlesen Wenn Mutti in Erinnerungen schwelgt, vom Fernweh & geliebten Metropolen

Wie alles begann…die Eltern vor & hinter den Kindern

Ich bin ein Lügner. Jedes Mal, wenn ich mit einem Kind im Krankenhaus bin.

Denn da – und das ist die Wahrheit! – werden wir jedes einzelne Mal gefragt, wo wir Eltern uns kennengelernt haben! What!? Warum machen die das? WAS soll diese Frage auf dem Fragebogen?

Werden wir je nach Beruf, Werdegang, Abstammung, privaten Vorlieben, differenziert behandelt? Oder gar unsere Kinder!? Sicherlich nicht. Ich bin überzeugt, dass da ein besonderer Grund dahinter steckt. Aber dazu später…
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