Lügen ist scheiße – Wir lesen „Flunker-Freunde“

14+

Menschen lügen. Unentwegt.
Und vermutlich liegt dies sogar in unserer Natur.
Selbst diejenigen, die uns am nächsten stehen und die wir von Herzen lieben, flunkern uns hin und wieder an.
Fleißig verteilen wir Halbwahrheiten oder unterschlagen Tatsachen.
Aus Eigenschutz, um den Anderen zu schützen, aus Vergeltungs-Zwecken – also Rache, um Schaden anzurichten oder ein schlechtes Gewissen einzureden, weil wir keine „Eier in der Hose“ haben, um einen Nutzen aus der Sache zu ziehen – oder aus unzähligen tausend anderen Gründen.

Nur die Wenigsten von uns sagen immer und unentwegt die Wahrheit!
Meistens spielen wir Erwachsenen sogar dieses Spiel mit!
Wir wissen, dass der Andere uns gerade eine faustdicke Lüge auftischt – und alles was wir tun, ist zustimmend und milde lächeln.
Des lieben Friedens willen – und weil Streit und Konflikte nicht immer produktiv sind und für alle zu einer akzeptablen Lösung führen.
Wir nehmen die Lügen der Anderen einfach so hin, manchmal sogar mit einem resignierenden Achselzucken.

Aber ist es das, was wir unseren Kindern vorleben wollen? Ernsthaft?
Sollten wir – sollten unsere Kinder! – nicht noch an das Gute im Menschen glauben dürfen?
Und daran, dass das Lügen einfach scheiße ist und sich nicht gehört?
Ich finde schon!

Kinder sind, wenn ihr mich fragt, von Grund auf gut!
Es sind herzensgute und liebe, kleine Persönlichkeiten!
Es gibt keine „falschen“ und bösen Kinder!

Denn ich wage zu behaupten, niemand wird böse oder gar verlogen geboren!
Es ist das, was den Kindern im Laufe ihrer Kindheit widerfährt, was sie vorgelebt und anerzogen bekommen, nur das prägt und formt einen Menschen!
Das geborene „Arschloch“-Kind? Existiert doch gar nicht. 😉

Klar flunkern wir Erwachsenen manchmal auch aus einer Notwendigkeit und gut gemeinten Höflichkeit heraus – das mag eine andere Seite des Lügens zu sein.
Und doch ist unsere Aufgabe als Eltern den Kindern vorzuleben, dass Lügen nicht selbstverständlich ist und zum guten Ton gehört! Basta!

(Rezension)
Eine, die sich dieser Aufgabe angenommen hat, ist Katja Reider mit ihrem Kinderbuch „Flunker-Freunde“.
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Pizza für Alle! – Und auch für Elfrida

11+

Ich könnte ihm jedes einzelne Mal an die Gurgel springen. Ja, ganz ehrlich!
Denn backt mein Mann Pizza, dann bleibt nichts und niemand verschont.
Schon einmal gar nicht meine Küche!
Ein feiner Film aus Mehl überzieht dann gerne einmal die wichtigen (und in der Küche zur Seite gelegten) Rechnungen der letzten Woche (na gut, vielleicht auch noch vom Vormonat), zieht sich über Griffe sämtlicher Küchen-Schubladen hingweg und erreicht selbst die Dunstabzugshaube.

Ja, backt mein Mann Pizza, dann muss es stauben! Aber so richtig!
Denn nur so wird er Teig genial – so dessen Behauptung. 😉
Dünn solle er sein, schön flach und knusprig.
Und die Tomatensauce? Bloß nicht einfach draufhauen!
Auch diese (Koch-Perfektionist durch und durch) muss vorher mit nativem griechischen Olivenöl einer ganz bestimmten Marke (fragt mich nicht), Meersalz und bestem Pfeffer abgeschmeckt werden.
Denn nur so wird daraus eine perfekte Pizza, sagt er.

Backt mein Mann Pizza muss Frau mit köstlichen Geschmacks-Explosionen, gaaanz viel (verdientem!) Eigenlob (Sorry dafür) und vor allem Durst rechnen! Sehr viel Durst! mehr „Pizza für Alle! – Und auch für Elfrida“

Rezension am Pool: “Eine Oma für Fridolina“

1+

*Rezension. Die Nachmittags-Sonne glüht und die Kinder brauchen dringend ein schattiges Plätzchen auf der Liege!
Ausruhen ist angesagt, “Zwangsausruhen“ wie ich es gerne nenne!

Und so mache ich das, was ich immer tue, möchte ich jenes Vorhaben erfolgreich umsetzen. Denn irgendwie muss ich die Kleinste ja nun auf dem Handtuch unter’m Sonnensegel halten.

Doch nicht nur meine Kleinste, auch die sechsjährige Tochter der lieben Freundin sollte eine kleine Pool-Pause einlegen. Also lese ich vor.

Denn Vorlesen geht immer! Auch oder eben gerade im Urlaub.

Ich habe keine fünf Minuten vorgelesen schon entfacht eine heiße Diskussion: mehr „Rezension am Pool: “Eine Oma für Fridolina““

„Ali & Anton“

2+

*Rezension. Unsere engsten Freunde und Bekannten haben die unterschiedlichsten Nachnamen. Was sie aber alle gemeinsam haben? Nun, bei den Wenigsten handelt es sich dabei um deutsche Nachnamen. Es sind vielmehr die Namen polnischen, kroatischen, spanischen, türkischen oder bosnischen Ursprungs. Unsere Freunde haben türkische Namen und deutsche Pässe oder kroatische Nachnamen mit kanadischem Pass. Das ist für uns völlig normal und längst keine erwähnenswerte Besonderheit mehr. Vielmehr ist es so, dass wir es sehr schätzen und glücklich darüber sind, einen kulturell so bunt gemischten Freundeskreis zählen zu dürfen! Ob nun Christen oder Moslems, dunkles Haar und Haut und ganz gleich welche Nationalität, es sind alles unsere lieb gewonnen Freunde. Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind und einfach wunderbar liebenswert sind.

Es sind enge Vertraute, Trauzeugen oder beste Freundinnen! Ich für meinen Teil könnte sogar ein ganz kleines bisschen behaupten, ich mag all diese Mentalitäten, die Gastfreundschaft und Warmherzigkeit viel mehr als das typisch kühle deutsche Gemüt! Und dies ist nun kein Klischee-Denken! Ich durfte die Unterschiede selbst erfahren, kennen und lieben lernen! Wer beispielsweise kroatische Großfamilien und deren Art und Weise Hochzeit zu feiern kennt, weiß wovon ich rede. Mein Mann und ich mögen es, andere Gepflogenheiten kennen zu lernen und lieben es andere Länder und Kulturen zu entdecken.

Und genau das möchten wir auch unseren Kindern mitgeben. mehr „„Ali & Anton““

„Die hässlichen Fünf“ – Rezension

5+

*Rezension. Wer kennt und liebt sie nicht? Die wundervoll beschriebene und dargestellte Geschichte vom Grüffelo und der tapferen, mutigen Maus? Die selbst ein Ungetüm wie den Grüffelo in die Flucht treibt und damit allen zeigt, dass es nur etwas Mut und Einfallsreichtum benötigt, um im Leben selbst als klitzekleine Maus letztendlich doch als cleverer und tapferer Sieger hervor zu gehen? Meine Kinder können mittlerweile jede einzelne Zeile auswendig.

Jetzt gibt es ein niegel-nagel-neues Buch vom Grüffelo Schöpfer Axel Scheffler!
„Die hässlichen Fünf“ steht vielsagend auf dem Buch-Cover und so konnte ich nicht widerstehen und musste einfach dieses Buch haben! Der Titel allein reizte mich schon zu sehr! mehr „„Die hässlichen Fünf“ – Rezension“

„Conni ist wütend“: Von aufgebauten Feindbildern, Idealen & Selbstreflektion

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Ich fange Bücher und Zeitschriften manchmal gerne von hinten an. Ein Tick? Idiotisch? Oder ein trotziges, symbolisches gegen-den-Strom-schwimmen? I don’t know. Auf jeden Fall aber war ich neugierig. Auf den Schluss des – selbstverständlich nur zu Recherchezwecken – gekauften Conni Buches: „Conni ist wütend“.

Ich hatte es Euch ja angedroht.
Und gestehe ganz verschämt und kleinlaut: Es ist ungefähr unser fünfundzwanzigstes Conni Buch. Wir haben sie fast alle! Wer wäre da nicht irgendwann genervt?
So auch die Allerkleinste, die mir seit fast vier Wochen strikt das Vorlesen ihres neusten Geschenkes einfach verwehrte! Keinen Bock mehr auf Conni-Bücher? Hat sie ja doch was von mir…

Also linste ich halt alleine auf die letzte Seite. Schon mal einen ersten Eindruck gewinnen. Einen Vorgeschmack bekommen und so.
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